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  • Hello Mr. Taxidriver

    Ein Gespräch ist wie das Lesen eines Buches: Der Anfang kann mühsam und beschwerlich sein und führt doch oft zu einem aufschlussreichen Ende. Es lohnt sich also, den ersten Schritt – oder in diesem Fall den ersten Satz – zu machen.

    Ob in New York, London oder Barcelona: Taxifahren in einer fremden Stadt ist immer ein Erlebnis. Dabei ist es nicht nur das «Hinten-einsteigen-und-sich-einmal-herumchauffieren-lassen-Feeling». Nein, es sind auch die Fahrer selbst, auf die man sich einlassen muss.

     

    Nun ist es ja so, dass Taxifahrer in der Regel das Wort nicht von sich aus ergreifen. Ja, ausser vielleicht in Berlin, wo grundsätzlich jeder ein Experte für die beste Currywurst ist und dies auch gerne und ausführlich mitteilt. Solche Momente der Eigeninitiative sind aber eher die Ausnahme. Wer nun also schon einmal eine halbe Stunde stumm wie ein Fisch auf dem Rücksitz eines Taxis sass, weiss um das bizarre Gefühl, mit einem fremden Menschen auf engstem Raum ohne Konversation eingesperrt zu sein. Da sitzt man also, schaut zum Fenster raus, steht im Stau, schaut wieder zum Fenster raus, tippt eifrig auf dem Smartphone herum … dabei hätte man doch gerade jetzt die Gelegenheit, mit einem Einheimischen ins Gespräch zu kommen und so mehr über die neue und fremde Umgebung zu erfahren. Denn ausser dem Taxifahrer wird es wohl nur noch die Kellnerin, die nette Dame an der Hotelreception und der etwas übermotivierte Nike-Verkäufer sein, mit dem Sie ein paar Worte wechseln.

     

    7 Schritte

    Aller Anfang ist schwer: Erfahren Sie darum hier in 7 Schritten, wie Sie eine tolle Konversation mit Ihrem Taxifahrer in Gang bringen, so dass Sie auch gleich eine Stadtführung auf Ihrem Weg von A nach B erleben. 

     

    1. Begrüssen Sie Ihren Taxifahrer. Vergessen Sie die Frage nach dem Wetter (interessiert Sie das wirklich?). Stellen Sie lieber eine persönliche Frage, wie zum Beispiel «Was ist für Sie der schönste Ort in dieser Stadt?».

     

    2. Finden Sie Gemeinsamkeiten: «Wo ich herkomme, da haben wir ebenfalls einen wunderbaren Park. Am Sonntag sind wir oft mit der Familie da.»

     

    3. Geben Sie ein nettes Kompliment: «Sie fahren wirklich gut.» (Einverstanden, wäre bei einem Taxifahrer auch wirklich von Vorteil.)

     

    4. Fragen Sie etwas, auf das Ihr Taxifahrer nicht nur mit Nein oder Ja antworten kann: «Wann ist ein Kaffee ein guter Kaffee für Sie?»

     

    5. Seien Sie während des Gesprächs präsent. Natürlich ist es unmöglich, mit einem Taxifahrer ständig Augenkontakt zu halten. Schauen Sie ihn aber trotzdem an, er wird Sie im Rückspiegel suchen und ebenfalls Augenkontakt herstellen.

     

    6. Merken Sie sich die kleinen Dinge. In einem Gespräch kommen Namen, Plätze und eben kleine, aber umso wichtigere Details vor. Kommen Sie allenfalls wieder auf diese zurück.

     

    7. Ach ja, und kaufen Sie sich bereits in der Schweiz eine Zeitung, damit Sie doch etwas zu tun haben, falls Ihr Taxifahrer Ihre Sprache gar nicht spricht. Oder umgekehrt. Erging mir so in Shanghai auf einer langen Fahrt ins Stadtzentrum mit einem freundlichen Chinesen der mich, wie mir schien, zuversichtlich und nichtsdestotrotz planlos ins Nirgendwo kutschierte.

     

    Ich wünsche Ihnen viele kommende, interessante, spannende und überraschende Gespräche.

     

     

    Autor: Patrick Schiess

    Bild: shutterstock.com