Inputs

Die folgenden Inputs entstanden im Rahmen des Netzwerktrainings, das jeweils am Dienstag im BNI stattfindet. 

Los gehts:

Das Feedback soll konstruktiv sein, d.h. gehe auf die positiven Aspekte ein und gib praktische Vorschläge für Verbesserungen. Ziel ist es, wertvolle Einblicke zu geben, die helfen, die Fähigkeiten zu verbessern und zukünftige Präsentationen erfolgreicher zu gestalten. Beachte: Die wenigsten sind geübte Entertainer:innen und präsentieren sich auch nicht gerne vor Leuten. (Die untenstehende Liste soll dir Anhaltspunkte geben, du musst nicht auf alles eingehen und kannst natürlich auch selber dazutun was du willst.)
 

Stärke der Präsentation

  • Was hat mich am meisten beeindruckt?

Interaktion mit dem Publikum

  • Wurde das Publikum erfolgreich einbezogen?
  • Zum Beispiel mit Diskussionen oder Umfragen, direkte Mitwirkung an der Präsentation.

Inhalt und Struktur

  • War die Präsentation logisch aufgebaut und gut strukturiert?

Präsentationsstil

  • Zuhörende können den Inhalten besser folgen, wenn man nicht hin und her läuft / tänzelt.
  • Was sagst du zur Sprechgeschwindigkeit und der Lautstärke?
  • Wurde die Präsentation lebendig und engagiert vorgetragen, d.h. u.a. nicht von den Folien runtergelesen, mit dem Rücken zum Publikum.

Visuelles

  • Wurden Hilfsmittel / Produkte / Materialien / Video eingesetzt? Dies hilft um das Gesprochene zu verinnerlichen.
  • Waren die Folien übersichtlich und unterstützend für die mündliche Präsentation?
  • Wurden Farben, Schriftarten und Bilder effektiv eingesetzt?
  • War die Menge des Textes und die Schriftgrössen auf den Folien angemessen? (Titel mind. 36 – 44 Punkte, Text mind. 24 Punkte) – generell weniger ist mehr – sonst braucht es niemanden der vorne steht.)

Zeitmanagement

  • Kam es zu Zeitüberschreitungen oder mussten Inhalte überstürzt präsentiert werden?

Verbesserungsvorschläge

  • Allenfalls zusammengefasst: Welche konkreten Verbesserungen werden vorgeschlagen?
  • Gibt es Tipps für den Vortragenden, um die Wirkung der Präsentation zu verbessern?

Um was es geht:
Du wirst vor Menschen stehen, die etwas von dir erwarten. Hier ein paar kleine Tipps, wie du deine Nervosität etwas eindämmen kannst.

1. Bereite dich vor

  • Überlege dir was du sagen willst.
  • Allenfalls hast du einen Gegenstand, der dich unterstützt und bei den Zuhörenden auch besser in Erinnerung bleibt.
  • Der Gegenstand, kann auch ein Stift sein, verhilft dir zudem zu einer besseren Haltung, weil du die Arme angewinkelt hast.
  • Klar – du darfst auch spontan auftreten:-)

2. Hinstehen und atmen

  • Wenn du „auf der Bühne“ ankommst, stelle dich mit einem sicheren Stand, mit beiden Füssen fest auf den Boden hin.  
  • Zähle auf 3 und beginne nun von dort zu sprechen.
  • Gehe erst, wenn du mit deinem „Vortrag“ zu Ende bist.

Warum es wichtig ist.
Indem du nicht nervös hin- und herläufst, können sich die Zuhörenden besser auf dich und das was du sagen willst konzentrieren. Du selber wirst ruhiger und gefasster.

1. Zielsetzung klar für dich definieren
Welche Hauptbotschaft willst du rüberbringen? Bspl. Ich bin Schreiner:in, wir lieben es Tische mit dem gewissen Etwas nach Mass zu produzieren. 

2. Zielgruppenanalyse
Vor was für Personen wirst du die Präsentation halten? Welches Vorwissen ist vorhanden? Gibt es eine Person (Personengruppe), die du besonders ansprechen willst?
BNI – Vorwissen – wenn du schon länger dabei bist, weiss ein grosser Teil was du tust, aber vielleicht nicht wie du es tust. Was für dich selbstverständlich ist, kann interessant sein.

3. Inhalt und Struktur
Beginne mit einer Einleitung (keine Agenda etc. du hast nur 10 Minuten Zeit und bist nicht mehr in der Schule), gefolgt vom Hauptteil. Schliesse mit einer kurzen Zusammenfassung ab und einem starken Schlusswort.

4. Präsentationsstil

  • Achte auf einen festen Stand deiner Füsse. Tipp: Wenn du vor die Leute trittst, stehe einfach mal für drei Sekunden ruhig da (21-22-23) – lass es auf dich, auf alle anderen wirken – dann beginne mit deiner Präsentation.
  • Nutze deine Stimme, indem du deutlich sprichst, das Tempo varrierst und – wichtig – Pausen einlegst um wichtige Punkte zu betonen.
  • Plane eine Möglichkeit um die Zuhörenden miteinzubeziehen. Dies kann bei der Einleitung eine Frage sein. Material das von jemanden beurteilt wird, etc.
  • Wenn du Folien brauchst, geht tatsächlich auch ohne, dann lies diese nie ab, drehe nicht den Rücken zum Publikum – weil – das langweilig ist, da wir alle auch selber lesen können, s. 5.

5. Visuelles

  • Präsentiere; nimm etwas Handfestes mit. Die Schreiner:in von Punkt 1 – einen Tisch, ein spezielles Werkzeug, auch wenn es nur ein Schraubenzieher ist – das bleibt den Zuhören-den im Gedächtnis und unterstützt das was du sagen willst.
  • Power Point / Folien, sind als Unterstützung gedacht. DU bist der Mittelpunkt und nicht die Folien. Anstelle von Folien gibt es noch die FlipChart und – keine Folien.
    Beachte bei der Power Point Präsentation, dass du Titel mind. 36 – 44 Punkte oder grösser, Text mind. 24 Punkte oder grösser schreibst. Generell ist das Motto: Weniger ist mehr – sonst braucht es niemanden der vorne steht. Manchmal ist eine Überschrift genug – alles andere erzählst du oder zeigst es sogar.
     

Vor der Präsentation

6. Zeitmanagement
Zehn Minuten sind kurz. Probe deine Präsentation auf acht Minuten. Wenn du vorne stehst, wirst du allenfalls mehr brauchen. Probe unbedingt einmal die Präsi durch, so erkennst du Schwachstellen und kannst diese noch verbessern.  

7. Sprecher:innen Karten
Schreibe dir deine Texte in Stichworten oder wie auch immer, auf A5 grosse Karten. Wichtig ist ein dickeres Papier, so fällt es dir leichter diese während der Präsentation zu handhaben.

Du wirst dich durch die Karten nicht verzetteln, beugst einem Blackout vor und hälst sie in den Händen, was dir eine gute und offene Haltung geben kann. (Die Hände bleiben immer über der Gürtellinie und nie in den Hosensäcken. Du kannst ach einen Stift oder etwas anderes in die Hände nehmen)

8. Technisches
Kläre ein paar Tage vorher ab, welche technischen Mittel vorhanden sind. Ob dein Computer an den Beamer oder andere visuelle Hilfsmittel angeschlossen werden kann.

Backup: Die Präsentation auch als PDF abspeichern. Schicke Power Point und das PDF an die Person, die für das technische zuständig ist. Fotos kannst du vergrössert ausdrucken und mitnehmen.

Kläre am Tag der Präsentation vorher ab, ob Laptop, Projektor, Fernbedienung und sonstiges funktionieren.

Um was es geht:
BNI funktioniert nur, wenn genügend engagierte Mitgliederinnen und Mitglieder dabei sind.

1. Werde dir selber Bewusst, was BNI für dich bedeutet. Mögliche Antworten:

  • Netzwerken = neue Kontakte = Aufträge generieren > Akquise
  • und vergeben. Durch die Regelmässigkeiten und einen „Ehrencodex“, können BNI-Mitglieder vertrauenswürdiger sein; eine persönliche Komponente kommt ins Spiel. Wer sich kennt, baut mehr Vertrauen auf, was sich auf die Arbeit auswirken kann. Für praktisch jeden Fall gibt es ein BNI-Mitglied.
  • In andere Branchen Einblick erhalten.
  • Austausch mit Gleichgesinnten und dabei neues Lernen. Problemlösungen finden; der Gedanke, du bist nicht der Einzige der „dieses Problem wälzt“, kann sehr hilfreich sein. Vor allem wenn du sonst kein Netzwerk mit anderen CEOs, Inhaber hast. 
  • Kollegschaften die über das Business hinaus Bestand haben entstehen, wenn du dies willst.
  • weiteres

2. Wen kannst du fürs BNI empfehlen?

  • Im Grunde alle deine Kundinnen und deine Kunden wenn du im B2B Bereich arbeitest. Je nachdem müssen diese in andere Chapter, wenn die Charge schon besetzt ist.
  • Der persönliche Gedanke ist jedoch schon, dass sie im gleichen Chapter sind wie du. Denn meistens besteht ja schon eine Geschäftsbeziehung.   

3. Was, wenn du schon alle gefragt hast, die du anfragen willst?

  • … dann empfehle ich als Werber… Werbung zu machen.
  • Adresseinkauf (oder selektioniert heraussuchen) in der Region, um auf das Netzwerk BNI aufmerksam zu machen. Dabei empfehle ich nicht explizit zu einem Besucheranlass einzuladen, sondern generell… jeden Dienstag haben alle die Möglichkeit unser Chapter zu besuchen. Dafür haben wir den Besucher:innen Dienst.
  • Plakatwerbung F12, z.B. in der Einkaufsmeile, am Bahnhof. Der Streuverlust ist hier jedoch gross, da BNI in erster Linie Inhaber und Inhaberinnen von KMU anspricht, da diese auch die Kompetenzen haben zu entscheiden und Business zu tätigen. (Gibt selbstverständlich Ausnahmen!) und wir ein beschränktes Budget haben.
  • Auf SEO oder Insta oder Linkedin Werbung würde ich aufgrund des Streuverlustes, s. Plakatwerbung und aufgrund des Budgets, verzichten, da z.B. ein Adresseinkauf physisch kontrollierbarer ist. Je nach dem könnte hier auch nachgefasst werden.

Spannend wäre es eine Analyse zu starten, um herauszufinden welche Unternehmen durch BNI Mitglieder:innen in den letzten sieben Jahren im Raum Burgdorf schon angefragt wurden. Damit es nicht heisst… „… du bist jetzt der Dritte der mich anfragt“. :-)

Um was es geht:
Was nützt dir ein Staubsauger, wenn du nicht weisst, wie du ihn anschalten kannst?

Schreibe eine Gebrauchsanweisung über dich selber.

Eine Gebrauchsanweisung, die deinen Mitmenschen die Gelegenheit gibt, dich optimal zu benutzen.

Eine A4 Seite, die klarmacht, nicht was wir vollbracht haben, sondern wie wir sind und wie wir Dinge umsetzen.

  1. Wo bist du Stark?
  2. Was kannst du gut?
  3. Damit musst niemand zu mir kommen.
  4. Das ist ein Trigger, der das Schlimmste in mir hervorholt.
  5. Das der Trigger, der das Beste in mir hervorholt.
  6. Meine optimal Betriebstemparatur – dann bin ich am besten drauf.
  7. Mit diesen Menschen bin ich am besten kompatibel.
  8. So kann ich meine Batterien optimal aufladen.

Um was es geht:
Aus den unzähligen Ratschlägen zum produktiven Konzentrieren kristallisieren sich ein paar Gewissheiten heraus:

  1. Du kannst dich nur für eine bestimmte Zeit voll konzentrieren.
    Je nach Testergebnisse sind dies 10 bis 45 Minuten.
    Ergibt es da einen Sinn, einen Neun-Stunden-Schreibtisch-Tag durchzuplanen? (D.h. planst du den überhaupt...?)
    Nach vier Stunden nehmen die kognitive Fähigkeiten ab.
     
  2. Dinge erfordern mehr Zeit, als du diese zu Beginn eingeplant hast.
    Plane Puffer ein. Ein Grossteil wirst du mit Telefonieren, Besprechungen, Kaffeetrinken und anderem benötigen.
     
  3. Selten kommen die guten Ideen, wenn du am Schreibtisch sitzt.
    Eher beim Kochen, unter der Dusche, an der Kasse im Supermarkt, wenn du in der Nacht aufwachst - und dann hast du meistens nichts zum Schreiben zur Hand:-).
     
  4. Multitasking ist ein Mythos wenns ums Nachdenken geht.
    Es mag bei praktischen Tätigkeiten funktionieren nicht aber bei geistigen.
    Wenn du vieles auf einmal nebeneinander tust, hast du das Gefühl du seist effizient. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall: Wir werden ineffizient indem wir Dinge zur falschen Zeit erledigen, bleiben die wichtigen Geschichten liegen.

    Selber arbeite ich mit einer To do Liste und einer Zeit-App, die mir nach 30 Minuten sagt, dass ich eine Pause einlegen sollte (...). Sollte... meistens arbeite ich dann trotzdem einfach weiter und stelle mit Erstaunen fest, dass schon wieder eine Stunde vorbei ist.
     

Um was es geht:
Empfehlungen liefern bessere Ergebnisse.

  1. 16 % besserer Kundenwert (auch immer Kundin gemeint)
    Der durchschnittliche Wert eines empfohlenen Kunden ist mindestens 16 % höher als der eines nicht empfohlenen Kunden mit ähnlichen demografischen Merkmalen und zum gleichen Zeitpunkt der Akquisition*.
     
  2. 4-mal bessere Umwandlung in Verkäufe
    Die Umwandlungsraten bei Empfehlungen sind fast 4-mal höher als bei jedem anderen Marketingkanal**.
     
  3. 25 % besserer Lebenszeitwert
    Der Lebenszeitwert eines empfohlenen Kunden ist 25 % höher als der von anderen Kunden***.
     
  4. 37 % bessere Kundenbindung
    Empfohlene Kunden haben eine um 37 % höhere Bindungsrate als andere Kunden****.
     

Quellen:
*Journal of Marketing Vol. 75, Wharton Business School
**Marketo
***Wharton Business School
****Deloitte

Um was es geht:
Keine Kommunikation ist auch eine Kommunikation

Auch schon passiert? Du hast den Auftrag einer anderen Firma vergeben und der Mitbewerber meldet sich nicht mehr. Keine Reaktion – nur Schweigen. Oder du hast einen Lieferanten für eine Offerte angefragt und da kommt nichts. Oder du warst an einer Präsentation und ... nichts. 

Was können die Gründe sein für ein Nichtkommunizieren, für ein Schweigen?

  1. Wut
  2. Desinteresse
  3. Nachdenklichkeit
  4. Missbilligung
  5. Scham
  6. Strategie als Verhandlungstaktik
  7. Keine Zeit
  8. Vergessen
  9. ….

Unsere sozialen Normen und Erwartungen beeinflussen, wie Schweigen interpretiert wird. Diese „Nicht-Botschaften“ können genauso stark und bedeutsam sein wie eine explizite Kommunikation.

Im Businessbereich ist es fatal zu schweigen. Gerade in der Schweiz, die so klein ist und jeder jeden um die Ecke kennt. Wir sehen uns stets zweimal… und meistens dann in einer anderen Funktion.

Schweigen löst negative Signale aus.

  1. Selbstreflektion beginnt (Bspl. habe ich falsch offeriert?)
  2. Vertrauensverlust in die Fähigkeit des Mitbewerbers (… warum sollte ich hier jemals wieder einen Auftrag auslösen?)
  3. Keine Empfehlungen mehr geben
  4. Enttäuschung

(Ach so - funktioniert natürlich genauso im Privaten und ja - für mich ist das erst so seit fünf Jahren neu. Stand 2024)

Um was es geht:
Wer kennt es nicht – ein Meeting mit einem Neukunden, einer Neukundin steht an. Was gilt es zu beachten?

  1. Vorbereitung
    Mit wem habe ich es zu tun und warum überhaupt? Sind Erwartungen da? Was kann ich jetzt schon zeigen, um zu überzeugen?
     
  2. Ziele setzen
    Definiere klare Ziele für das Meeting. Was willst du erreichen? Dies hilft dir, während des Meetings fokussiert und zielorientiert zu bleiben und sicherzustellen, dass alle notwendigen Themen besprochen werden.
     
  3. Hintergrundinformationen einholen
    Recherchiere die Teilnehmenden. Wer hat was zu sagen und warum? Dies gibt dir ein besseres Verständnis dafür, wie du deine Argumente anpassen und effektiv kommunizieren kannst.
     
  4. Pünktlichkeit und Vorbereitet sein
    Plane genügend Zeit ein, falls du dich einloggen musst. Damit technische Probleme vermieden werden können, plane ein Backup ein (Ausdrucke, PDFs). Etwas mehr Zeit ist auch gut, damit du dich einrichten wie mental Vorbereiten auf das Meeting vorbereiten kannst.

Um was es geht:
Seemannsknoten lassen sich stets wieder öffnen. Warum das wichtig ist.  

Bist du schon einmal auf einem Segelboot oder einem Motorboot auf dem Meer oder einem See gewesen?

Du hast nur eine begrenzte Anzahl an Tauen an Bord, die du für verschiedene Anwendungen brauchst. Die naheliegendste ist, dass du etwas festmachen oder festhalten möchtest. Das kann das Boot selbst sein oder der Anker, der idealerweise ebenfalls sicher am Boot befestigt wird.

Wenn das Boot ablegt, wirst du irgendwann wieder Ordnung schaffen wollen und die geknüpften Knoten öffnen. Zum Beispiel den Palstek.

Die Metapher dahinter für deine Firma?
Es ist gut zu wissen, dass nicht alles für immer halten muss. Mit den vorhandenen Ressourcen kannst du stets Neues wagen und ausprobieren. 

Und noch dies: Ein Boot, das nicht bewegt wird, ist nutzlos.

Um was es geht:

Das Wichtigste in meinem Auto ist – der Kraftstoff. Bei mir ist das Benzin und Strom. Denn mein Ziel ist es in der Regel von A nach B zu kommen. Bleibt mein Auto unterwegs stehen, kann dies je nach Ort ungemütlich werden. Genau.

  1. Was ist dein Kraftstoff im Alltag?
  2. Was gibt dir den Antrieb?

Um was es geht:

Um eine faire Chance für jede neue Idee.

Disney hatte soviel Platz in seinem Büro, dass er drei Stühle nebeneinanderstellen konnte.

  1. Der erste Stuhl war für den Träumer.
  2. Der zweite Stuhl war für den Realist.
  3. Der dritte Stuhl für den Kritiker.

Disney teilte somit seine Ideen in klare Phasen ein.

  1. Der erste Stuhl war für den Träumer >  ist stets positiv
  2. Der zweite Stuhl war für den Realist > konzentriert sich auf die Fragen, die noch geklärt werden müssen. Was kostet die Idee? Wie sieht das Vorgehen aus?
  3. Der dritte Stuhl für den Kritiker > prüft, ob da Gefahren vorhanden sind. Kritik heisst jedoch nicht, eine Idee kaputt zu reden, sondern Bedrohungen für die Idee zu erkennen.

Mit dem jeweiligen Platzwechsel, nimmst du bewusst die dazugehörende Rolle ein.

Oft werden Ideen aus rein persönlichem Empfinden im Keim erstickt. Durch die Disney Methode kann es nicht passieren, dass eine Idee einfach so weggeblasen wird.

Um was es geht:

Was braucht es, damit Popcorn so richtig gut schmeckt?

Wärme, Zeit, Druck – und Salz oder Zucker (Butter oder so wäre auch nicht schlecht).
Das Wichtigste bei Popcorn ist jedoch, dass diese so richtig schön aufpoppen.

 

Du kannst dies auch als Metapher zu deinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (MA) verwenden.
Auch diese brauchen Druck (Struktur in Form von Regeln), Wärme, (Beziehung) und Zeit (Geduld, Motivation und Durchhaltevermögen).

Einige MA ploppen bereits, am ersten Arbeitstag, andere benötigen etwas mehr Zeit und – Geduld. Dann gibt es noch die, die scheinen nie zu ploppen. Hier stellt sich die Frage, ob eine andere Aufgabe innerhalb des Betriebes nicht geeigneter wäre oder ein anderer Arbeitsort zum Glück führt.  

Was du als Arbeitgeberin, Arbeitgeber jedem «Popcorn» geben kannst, ist Wärme, Zeit und Druck. Nicht jede MA braucht von allem gleich viel. Es ist dein Job jedem einzelnen MA angepasst das jeweils notwendige Mass zu geben. Dies ist nicht allen gegeben – denn auch du bist ein Popcorn:-).

Ein kleiner Tipp: Wenn es mal nicht so läuft, wie du es dir vorstellst, denke daran: «…nicht jedes Popcorn ploppt gleichzeitig».

Um was es geht:
Auch schon erlebt? Der Kunde fragt was es kostet oder was er dafür bekommt und überhaupt, sollte das Morgen schon hier sein und dies mit der besten Lösung und für sowenig Franken wie auch immer… und… (Okey – in so einem Fall lässt du besser die Finger davon, aber so krass muss es ja nicht sein.)

Um dem Kunden oder der Kundin das Verständnis von Zeit, Qualität und Geld näher zu bringen, zeichnest du ganz einfach ein Dreieck auf. Oben Steht Zeit, links Qualität, rechts Preis. Je nachdem was der Kunde will, zeichnest du dies in das Dreieck ein. So wird zum Beispiel schnell ersichtlich, dass wenn jemand qualitativ gute Arbeit verlangt, auch Zeit und Geld investieren muss.

Mit dieser einfachen Darstellung kann in einem ersten Schritt auch festgelegt werden, wie die Bedürfnisse des Kunden abgedeckt werden können und was er dafür erhält.

Um was es geht:
Wer von euch sitzt immer am selben Ort?

In der Psychologie wird dies als „Gewohnheitsverhalten“ oder „habitualisiertes Verhalten“ bezeichnet. Für viele Menschen ist diese Neigung, sich auf gewohnte Verhaltensweisen zu verlassen, ein normales und gesundes Verhalten.

Es gibt psychologische Theorien, die darauf hinweisen, dass Gewohnheiten helfen, kognitive* Ressourcen zu schonen, indem sie alltägliche Entscheidungen automatisieren. (Wer also immer am gleichen Ort sitzt, kann es sein, dass du dich nicht damit auseinandersetzen willst, ob es noch einen „besseren“ Platz gibt.) Ein anderer Begriff wäre demnach auch „Routineverhalten“.

Damit es nicht einmal heisst: „Das haben wir schon immer so gemacht…“, obwohl es inzwischen auch andere Vorgehensweisen gibt, habe ich dir hier drei Punkte, die dafür sprechen aus der Routine auszubrechen.

  1. Persönliches Wachstum und Weiterentwicklung.
    Durch das Verlassen von Gewohnheiten, eröffnen sich neue Möglichkeiten, Erfahrungen, die dir helfen dich weiter zu entwickeln.
     
  2. Verbesserte Kreativität und Flexibilität.
    Der Bruch mit der Routine stimuliert das Gehirn, neue Wege zu denken und Probleme zu lösen, was die Kreativität und geistige Flexiblität erhöht.
     
  3. Erhöhe Anpassungsfähigkeit.
    Wer immer wiedermal aus Gewohnheiten ausbricht, wird darin besser, sich an neue Situationen und Verwänderungen anzupassen.

Vielleicht sollten wir hier mal eine ganz andere Sitzordung herstellen…

 

* Kognitives Verhalten bezieht sich auf die Art und Weise, wie Gedanken, Wahrnehmungen und Überzeugungen das Verhalten eines Individuums beeinflussen.

Um was es geht:

Was ist ein Powerteam?
Verschiedene Berufsgattungen die bei einem Projekt effizient zusammen arbeiten und sich ergänzen. 

Bspl. Marketingagentur / Werbeagentur / Fotografin / Videografin / Druckerei / Werbetechniker / Eventagentur / Buchbinderei / Aussenwerbung / Social Media Agentur / SEO-Agentur / KI-Agentur, Werbeartikel / etc.  

Wie sieht dein Powerteam aus?

Was für eine Branche fehlt dir in deinem BNI-Powerteam noch?

Warum lädtst du nicht deine aktuellen Partner ins BNI ein, damit sie Teil deines Powerteams werden?

Um was es geht:
Diese Methoden können dir helfen, motiviert zu bleiben und deine Ziele (egal welche) effektiver zu verfolgen und zu erreichen.

  1. Setze klare Ziele: Definiere spezifische, erreichbare Ziele. Dies hilft, deinen Fortschritt zu verfolgen und gibt dir etwas Konkretes, auf das du hinarbeiten kannst.
  2. Visualisiere deinen Erfolg: Stelle dir vor, wie es sich anfühlen wird, dein Ziel zu erreichen. Visualisierung kann dein Selbstvertrauen stärken und dich auf Erfolg programmieren​.
  3. Teile grosse Aufgaben in kleinere Schritte auf: Grosse Projekte können überwältigend sein. Indem du sie in kleinere, überschaubare Schritte unterteilst, kannst du Fortschritte machen und fühlst dich weniger gestresst.
  4. Belohne dich selbst: Plane Belohnungen für dich ein, wenn du bestimmte Meilensteine erreichst. Das kann dir helfen, motiviert zu bleiben und dich auf deine Ziele zu konzentrieren​​.
  5. Halte dich von negativen Einflüssen fern: Umgib dich mit positiven, unterstützenden Menschen. Negative Einflüsse können deine Motivation untergraben, während positive Einflüsse dich ermutigen können​.
  6. Entwickle eine Routine: Eine feste Routine kann dir helfen, diszipliniert zu bleiben und deine Ziele kontinuierlich zu verfolgen. Regelmässigkeit und Struktur sind Schlüssel zur Aufrechterhaltung der Motivation​.
  7. Bleibe körperlich aktiv: Körperliche Bewegung kann deinen Geist beleben und deine Stimmung heben. Regelmässige Bewegung kann auch Stress abbauen und deine allgemeine Energie steigern​. Mein Tipp: Wenn du einfach nicht mehr durchblickst in der Firma und schnell Dampf ablassen musst... you know... dann spazier einfach mal 15 Minuten raus in die Natur oder um den Häuserblock!
  8. Lerne aus Rückschlägen: (Fehleranalyse) Betrachte Misserfolge als Lernmöglichkeiten. Anstatt dich von Rückschlägen entmutigen zu lassen, analysiere, was nicht gut gelaufen ist, und wie du es beim nächsten Mal besser machen kannst.
  9. Nutze positive Aussagen: Positive Selbstgespräche und Positiven Aussagen können dir helfen, deine Einstellung zu ändern und deine Motivation zu steigern. Wiederhole Sätze, die dich stärken und ermutigen. Bspl: Ich bin stark und fähig, ich erreiche meine Ziele mit Leichtigkeit, jeden Tag werde ich besser und besser. Positiven Aussagen tragen dazu bei, das Selbstbewusstsein zu stärken.
    (Hmmm – manche nennen das auch Gehirnwäsche – darüber lässt sich bestimmt endlos diskutieren… Sieh das im grossen Zusammenhang mit den anderen neun Punkten an, dann stimmt auch deine Selbstwahrnehmung…)
  10. Halte deine Fortschritte fest: Dokumentiere deine Fortschritte, um dir bewusst zu machen, wie weit du schon gekommen bist. Dies kann dir helfen, motiviert zu bleiben und dir vor Augen zu führen, dass deine Bemühungen Früchte tragen​.

Um was es geht:

Wer kennt die Band The Clash? Was die so spielten nannte man damals Punk. Wobei die anderen Punkbands angeblich sagten, dass The Clash eben keine richtige Punkband war. Denn die beherrschten alle ihre Instrumente und spielten sogar melodiöse Lieder. Item.

Joe Strummer war der Sänger und der sagte mal: No input, no output.

Klingt banal. Ist es irgendwie auch und eben doch nicht. Denn von irgendwoher haben wir alle unser Wissen. Auch Newton erfand nicht die Schwerkraft, jedoch das Funktionieren der Schwerkraft, als ein Apfel auf seinen Kopf fiel und seinen Mittagsschlaf störte – was für eine Erkenntnis.

((Von Newton stammt denn auch das Sprichwort – lieg nie unter einem Baum, sonst raubt er dir den Traum. Gut – stimmt so nicht, war vielleicht von Mark Twain.))

Was ist dabei wichtig?
Nur guter Input erzeugt auch guter Output. Was guter Input ist… ist natürlich sehr individuell und hat mit deinem Umfeld zu tun. Wenn du mir alle Prinzessinnen des Britischen Königshauses aufzählst… hmmm… äuä… bringt mich dieser Input persönlich nicht unbedingt weiter. Wenn mir jedoch eine meiner Mitarbeiterinnen aus London einen Stapel mit Prospekten, Foldern und Designbüchern auf den Tisch legt… dann... WOW!

Triviales: Bemerkenswert – das dritte Clash-Album war dem ersten Album von Elvis Presley, mit dem er grossen Erfolg hatte, in der Schrift und der Farbgebung 1:1 nachempfunden. Da frage ich mich, woher die nur ihre Inputs hatten?

Um was es geht:
Fachbegriff für Out of the Box"-Denken. Einer der gebräuchlichsten Begriffe ist "Laterales Denken".

Was bedeutet laterales Denken?
Laterales Denken bezieht sich auf eine kreative und unkonventionelle Denkweise, bei der Probleme durch einen Perspektivwechsel gelöst werden. Anstatt der traditionellen, linearen Denkmuster zu folgen, sucht das laterale Denken nach neuen und unerwarteten Lösungen, die oft ausserhalb der gängigen Vorstellungen und Herangehensweisen liegen. Es wurde von Edward de Bono in den 1960er Jahren geprägt, um die Art des Denkens zu beschreiben, die Innovation und Kreativität fördert.

Um was es geht:
Badzimmerplättli: Warum ist der Kleber entscheidend beim Plättli chläbe?

Was der richtige Kleber mit Unternehmertum zu tun hat, erzähle ich euch heute:

  1. Der Kleber ist die Grundlage für ein Unternehmen: Gute Ideen, Strategie, Organisation, Planung, Teamarbeit und mehr. Ohne Kleber klebt gar nichts.
     
  2. Verbindungen schaffen: Kleber verbindet all die in Punkt 1 erwähnten Elemente zu einem zusammenhängenden Ganzen. Wir schaffen jedoch auch Verbindungen zu Menschen, Kunden und Mitarbeiter und Lieferanten. Ohne diese Verbindungen – klebt gar nichts.
     
  3. Langfristiger Halt: Wenn wir bei Zurflüh ein Badezimmer plättlen, soll es nicht nur gut aussehen, sondern langfristig halten. Nur wer auf Qualität baut, baut auch langfristig etwas auf. Ansonsten… klebt bald – gar nichts mehr. 
     
  4. Die Richtige Mischung: Fazit: Der Erfolg beim Verlegen von Badezimmerplättli hängt von der richtigen Mischung des Untergrundes und von qualitativ guten Kacheln ab. In unserer Firma ist es ähnlich: die richtige Balance zwischen Risikobereitschaft, Innovation und Effizienz ist entscheidend – sonst klebts gar nicht.

Was haben wir gelernt? Haben wir den falschen Kleber – hält längerfristig gar nichts mehr.

Um was es geht:
Kennst du dieses Spiel aus den 80er Jahren? Spiel des Lebens hiess es.

Selber sehe ich vor allem das Berufsleben als «Spiel des Lebens» an. Warum nur das Berufsleben?
Beziehungen sind nicht etwas, mit dem ich spielen will…

Sich das Berufsleben als Spiel anzuschauen, kann aus verschiedenen Gründen hilfreich und motivierend sein.

  1. Leichtigkeit und Freude: Wenn du dir das Leben als Spiel betrachtest, kannst du es mit mehr Leichtigkeit und Freude angehen. Man nimmt Herausforderungen und Rückschläge weniger schwer und kann eher spielerisch mit ihnen umgehen.
     
  2. Experimentieren und Lernen: In einem Spiel geht es oft darum, Dinge auszuprobieren, zu scheitern und daraus zu lernen. Diese Haltung kann im Leben hilfreich sein, da sie die Angst vor Fehlern reduziert und die Bereitschaft fördert, neue Erfahrungen zu machen und aus ihnen zu lernen.
     
  3. Kreativität und Flexibilität: Spiele fördern kreatives Denken und Flexibilität. Wenn du das Leben als Spiel betrachtest, kannst du mehr Möglichkeiten sehen und offener für ungewöhnliche Lösungen sein.
     
  4. Zielsetzung und Motivation: Spiele haben oft klare Ziele, die du erreichen willst, und bieten Anreize, die dich motivieren, weiterzumachen. Wenn du das Berufsleben – oder das Leben an und für sich - als ein Spiel betrachtest, kannst du dir deine Ziele selber setzen und dich an den kleinen Erfolgen erfreuen, die dich motivieren, weiterzumachen.
     
  5. Achtsamkeit und Präsenz: Spiele erfordern oft volle Aufmerksamkeit und Präsenz im Moment. Diese Haltung kann auch im Leben helfen, den Moment mehr zu schätzen und bewusster zu leben.
     
  6. Stressreduktion: Wenn du das Leben als Spiel siehst, nimmst du dich selbst und Probleme oft nicht allzu ernst, was helfen kann, Stress und Druck zu reduzieren.
     
  7. Positiver Umgang mit Unsicherheit: Spiele sind oft unvorhersehbar und enthalten Elemente von Zufall und Unsicherheit. Diese Unsicherheit als Teil des Spiels anzunehmen, kann helfen, auch im Berufsleben besser mit Unsicherheit und unvorhersehbaren Ereignissen umzugehen.
     

Insgesamt kann die spielerische Betrachtung des Lebens helfen, eine positive, flexible und resiliente Haltung zu entwickeln, die dir in verschiedenen Situationen nützlich sein kann.

Nach Toni Morrison (1931-2019)

In vier Punkten formuliert sie, worum es geht: Um Hingabe, Abgrenzung, Zugehörigkeit und Selbstliebe.
 

1. Was auch immer deine Arbeit ist, mach sie gut – für dich selber. (Hingabe)

2. DU machst die Arbeit, die Arbeit macht nicht dich. (Abgrenzung)

3. Dein wirkliches Leben ist das mit deinen Freunden und deiner Familie. (Zugehörigkeit)

4. DU bist nicht die Arbeit, die du tust, du bist die Person die du bist. (Selbstliebe)

Warum eine Idee Teuer ist.

Wir glauben, dass etwas, das zeitaufwendig ist, mehr Wert hat, als etwas, das schnell geht.

Warum? Weil wir den Aufwand der Arbeit denken zu sehen und diesen in einen Zeitfaktor setzen. Zeit = Geld.

Denke mal an deine Ausbildungszeit zurück. Wie lange hast du gebraucht, um diese Fertigkeit zu erlernen, in der du heute gut und schnell bist? Oder warum verdient ein Lernender oder ein Praktikant weniger als eine erfahrene, ausgelernte Person und warum steigt deren Lohn mit jedem Jahr?  

Wir vergessen oft, dass ein unsichtbarer Aufwand betrieben wird, der zum Beispiel in einem jahrelangen Training bestehen kann oder in einem reichen Erfahrungsschatz. Oder in einer Eingebung, die man manchmal in einer Minute bekommt oder erst nach drei Wochen.

Um was es geht:

Das Peter-Prinzip ist eine Theorie aus der Organisations- und Managementlehre, die besagt, dass in einer Hierarchie jeder Beschäftigte dazu neigt, bis zu seiner persönlichen Inkompetenz aufzusteigen.

Entwickelt wurde das Prinzip von Dr. Laurence J. Peter, einem kanadischen Pädagogen und Managementtheoretiker.

Nach dem Peter-Prinzip erhalten Menschen so lange Beförderungen, bis sie eine Position erreichen, in der sie überfordert sind und die Anforderungen nicht mehr erfüllen können. Das führt dazu, dass viele Führungspositionen von Personen besetzt sind, die für ihre Rolle nicht geeignet sind, was letztendlich zu ineffizienten und problematischen Strukturen in Unternehmen oder Organisationen führen kann.

Was das für dich als Chefin oder Chef heisst:

Als Chefin oder Chef bedeutet das Peter-Prinzip, dass es wichtig ist, Beförderungen nicht nur auf Grundlage guter Leistungen in der aktuellen Position zu vergeben, sondern auch die erforderlichen Fähigkeiten und Potenziale für die angestrebte Rolle zu berücksichtigen. Es kann hilfreich sein:

  1. Stärken und Schwächen einschätzen: Sicherstellen, dass ein Mitarbeiter, eine Mitarbeiterin für die neue Position die nötigen Qualifikationen und die Bereitschaft zur Weiterentwicklung hat.
     
  2. Gezielte Weiterbildungen anbieten: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Aufstieg vorbereiten und sie mit den nötigen Führungs- oder Fachkompetenzen ausstatten, um potenzielle Überforderungen zu vermeiden.
     
  3. Alternativen zur Beförderung bieten: Statt automatisch aufzusteigen, könnten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für ihre gute Arbeit in ihrer aktuellen Rolle anerkannt und gefördert werden, zum Beispiel durch Gehaltserhöhungen oder Sonderaufgaben, ohne in eine Position zu wechseln, die nicht zu ihnen passt.

So kannst du als Chefin oder Chef Strukturen schaffen, die Talente optimal nutzen und die Leistung des Teams insgesamt stärken.

Um was es geht:

Das Harvard-Prinzip ist eine Verhandlungsmethode, die an der Harvard University entwickelt wurde und auf Prinzipien des sachbezogenen Verhandelns basiert. Es ist darauf ausgerichtet, konstruktive und faire Lösungen zu finden, bei denen alle Parteien gewinnen können.

Die vier Hauptprinzipien des Harvard-Prinzips sind:

  1. Menschen und Probleme trennen: Emotionen und persönliche Beziehungen sollen von den Verhandlungsfragen getrennt werden. Konflikte lassen sich so sachlicher und weniger emotional lösen.
     
  2. Interessen statt Positionen: Statt starr an bestimmten Positionen festzuhalten, soll der Fokus auf den zugrunde liegenden Interessen aller Beteiligten liegen. So lassen sich kreative Lösungen finden, die den Bedürfnissen aller gerecht werden.
     
  3. Optionen entwickeln: Vor einer Entscheidung sollen verschiedene Lösungsmöglichkeiten entwickelt und offen diskutiert werden, um so die beste Option für alle Beteiligten zu finden.
     
  4. Objektive Kriterien anwenden: Verhandlungen sollen auf objektiven, fairen Standards und Kriterien basieren, die für alle Seiten akzeptabel sind, wie zum Beispiel Marktnormen oder rechtliche Standards.

Was das für dich als Chefin oder Chef heisst:

Das Harvard-Prinzip kann dir bei Verhandlungen und Konfliktgespräche helfen, diese sachlich und auf Augenhöhe zu führen, mit dem Ziel, nachhaltige und faire Lösungen zu finden, die sowohl deinem Unternehmen als auch den beteiligten Mitarbeitenden oder Lieferanten oder Partnerinnen/Partnern gerecht werden.

Um was es geht:
Was ist das grösste Geschenk, dass du jemanden geben kannst? (Zeit und Zuhören, Anteilnehmen...)

Und wie geht denn das?

  1. Tatsächlich – Zuhören und nicht in Gedanken abschweifen und von einem ganz anderen Thema weitererzählen oder lieber von sich selber etwas erzählen…  
     
  2. Kein Unterbrechen – wir sind keine Politiker, die dauernd ins Wort fallen, weil ihr Standpunkt einfach unheimlich und überhaupt mega super wichtig ist. Auch wenn wir Männer oftmals schon an Lösungsansätze denken… die können wir auch später aussprechen – wenn überhaupt.
     
  3. Körpersprache: In die Augen schauen, aber nicht starren, mal nicken schadet auch nicht.
     
  4. Die kleinen Dinge merken und nachfragen oder später in dein Gerede einbauen. So zeigst du Interesse.
     
  5. Sei ein Freund, eine Freundin und kein Richter. S. Punkt 2. Oftmals ist ein Ratschlag, eine Lösung gar nicht gefragt. Es geht darum etwas auszusprechen, zu platzieren.

Um was es geht:

Die bekannte "7-38-55-Regel" von Albert Mehrabian, der in den 60er lehrte, besagt, dass bei Gefühlsbotschaften 7 % über Worte, 38 % über den Tonfall und 55 % über Körpersprache wirken

 – aber Achtung: Diese Regel gilt nur, wenn es Widersprüche zwischen dem Gesagten und der Körpersprache gibt.

Für Präsentationen zählt der Inhalt genauso wie das Auftreten. Eine gute Struktur, überzeugende Visualisierungen und ein authentisches Auftreten machen den Unterschied. Die Regel zeigt uns vor allem: Wie wir etwas sagen, ist oft genauso wichtig wie was wir sagen.

Und was ist ein Widerspruch zwischen dem Gesagten und der Körpersprache?

Stell dir vor, jemand sagt mit monotoner Stimme, ohne Blickkontakt und verschränkten Armen:
«Ich freue mich wirklich, hier zu sein.»

Die Worte (7 %) sagen aus, dass die Person sich freut, aber der Tonfall (38 %) und die Körpersprache (55 %) vermitteln das genaue Gegenteil. Hier entsteht ein Widerspruch zwischen dem Gesagten und dem Auftreten – und die Zuhörer vertrauen in der Regel mehr der Körpersprache und der Stimme als den Worten.


Das zeigt, warum die „7-38-55-Regel“ nur für solche Situationen gilt, in denen Gefühle oder Einstellungen ausgedrückt werden und es Unstimmigkeiten gibt.

Um was es geht:

Die Methode ist von Gary Klein. Ende 1990 präsentierte er die Pre-Mortem-Analyse = vorauschschauende Rückschau) und die geht so:

  1. Wenn du etwas neues Einführen willst, also bevor ein neues Projekt startet (egal was), versammelst du dein Team und sagt: «Mist, das Projekt ist gescheitert… hat einfach nicht geklappt.» Bitte nun jedes Teammitglied die Gründe für das Scheitern aufzuschreiben.
    WICHTIG: Nicht fragen WAS KÖNNTE nicht klappen, sondern WAS HAT NICHT geklappt.
     
  2. In einem zweiten Schritt fragst du jedes Teammitglied nach dem Hauptgrund, warum es nicht geklappt hat. Schreibe Gründe auf eine FlipChart auf und gib deinem Team die Möglichkeit, die Wahrscheinlichkeit und Vermeidbarkeit, zu diskutieren.

Durch die Annahme, dass das Projekt bereits gescheitert ist, wird der Fokus auf konkrete Probleme gelegt, anstatt nur hypothetische Risiken zu besprechen.
 

Vorteile der Pre-Mortem-Analyse:

  • Proaktive Problemlösung: Risiken werden im Voraus identifiziert
  • Verbesserte Teamkommunikation: Alle Teammitglieder teilen ihre Sichtweise
  • Erhöhte Verantwortung: Jeder fühlt sich für den Projekterfolg mitverantwortlich
  • Bessere Planung: Risiken können gezielt gemanagt werden.
     

Praxis-Tipp für die Durchführung:

  • Zeit einplanen: Etwa 60-90 Minuten
  • Offene Atmosphäre schaffen: Alle Meinungen sollen ohne Bewertung geäussert werden.
  • Moderation nutzen: Eine neutrale Person kann die Diskussion strukturieren

Um was es geht:
Was ist das Wertvollste in deinem Unternehmen?

Nein – es ist nicht der Porsche den du in der Garage vor Neidern versteckst.

Es sind längerfristig die Adressen deiner Kunden und Kundinnen.

Warum ist es wichtig?
Deine Kundenadressen bieten dir einen direkten Zugang zu potenziellen Umsätzen:

Kundenadressen ermöglichen direkten Kontakt für Angebote, Up-Selling, Cross-Selling und Kundenbindung.

Sie ermöglichen dir Marketing und Vertrieb, indem sie die Grundlage für gezielte Marketingkampagnen bilden (E-Mail-Marketing, Direktwerbung, Newsletter).

Sie sind wichtig für eine lebendige Kundenbeziehungspflege:
Persönliche Ansprache und massgeschneiderte Angebote stärken die Kundenbindung. Wenn mein Landschaftsgärtner weiss, dass ich zwei Platanen im Garten habe, weiss er wann er mich Kontaktiert, um diese zu schneiden und zu pflegen.

Wettbewerbsvorteil:
Eine gut gepflegte Kundendatenbank ist schwer nachzuahmen und bietet einen langfristigen Vorteil gegenüber Mitbewerbenden.

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Wie kannst du diesen Wert erhalten?

Die Adressen müssen aktuell sein.
Du kannst den Adressstamm segmentieren, nach Kundenprofil und Interessen

Und was ist mit dem wirtschaftlichen Wert?
Wenn du deine Kundenliste bewirtschaftest, kannst du mit bestehenden Kunden dein Geschäft am laufen halten und benötigst nicht ständig neue Kunden.

Bei einem Firmenverkauf, sind ein gepflegte Kundenliste oft ein entscheidender Werttreiber.   

Um was es geht:
Auch schon schlechte Kritik auf deine Arbeit erhalten?

Ich hielt mal ein Referat, es waren wohl ca. 100 Leute im Saal. Nach dem Referat bekam ich viele gute Feedbacks und ich fühlte, wie ich langsam zu schweben begann. Dies ging so weiter bis jemand auf mich zukam und sagte, das war jetzt nicht so toll, ich habe schon Besseres gehört.

Was konnte ich jetzt tun?
Ins Bodenlose versinken?
Betrübt nach Hause gehen und mich ausheulen?
Den ganzen Text überarbeiten?

Tatsache war jedoch, dass 99 Personen sich nicht oder wohlwollend geäussert haben. Also kann das Referat gar nicht so schlecht gewesen sein. Nur zu oft lassen wir uns von einer einzigen Kritik die Freude daran nehmen, dass 99 % unserer Kunden und Kundinnen deine Arbeit toll finden.

Das Ganze hat natürlich auch einen Namen: Feedback-Dissonanz, bei der die vereinzelte Kritik im Vergleich zur allgemeinen Zustimmung überproportional ins Gewicht fällt, insbesondere wenn die kritische Rückmeldung stark oder persönlich formuliert ist.

Psychologisch gesehen hat dies damit zu tun, dass unser Gehirn negatives Feedback als potenzielle Bedrohung wahrnimmt und es deshalb intensiver verarbeitet.

 

Merk dir dies, wenn du das nächste Mal eine Kundenreaktion erhälst, die du nicht genau einordnen kannst. So schlecht kannst du nicht sein, sonst würdest du hier auch nicht sitzen.

In zwei Wochen werden mein Boxtrainer und ich ein Seminar auf dem Stoos zum Thema Schlagkraft geben. Es werden gegen 30 Frauen, die in Garagenbetrieben eine leitende Funktion haben mitmachen und genau – wir werden zusammen boxen.

Wir sind nur ein Programmpunkt von vielen zum Thema Schagkraft. Und nebst dem Boxen und Dampf ablassen, werden wir kleine Inputs für den Berufsalltag einpflegen.

Hier einer davon:

Klar – mit Boxen wirst du deine Firma äuä nicht weit bringen. Aber was ist es? Was ist deine Schlagkraft in deinem Betrieb? Mit was kannst du deine Kundinnen und Kunden so richtig gut überzeugen?
 

Was das Wichtigste ist in deinem Betrieb, also wie du erfolgreich bist – kann ich dir hier verraten:

Es ist ––––– Empathie! Die Empathie die du gegenüber deinen Kundinnen und Kunden zeigst. Indem du versuchst, dein Gegenüber zu verstehen, was tatsächlich benötigt wird, nicht was du verkaufen willst. Erst wenn du die Zusammenhänge siehst, kannst du deine ganze Schlagkraft entfalten.

Und ja – beim Boxen ist auch dies der Schlüssel. Wenn du deinen Gegner "lesen" kannst, dann verstehst und weisst du auch, was sein nächster Schritt ist...

Um was es geht:

Wer stört sich an einem tropfenden Wasserhahn?

Ein tropfender Wasserhahn – hört sich zunächst wie ein Problem an, doch er kann in einem Unternehmen überraschenderweise nützlich sein. Lasst mich dies in weniger als 3 Minuten hochphilosophisch erklären.

Ein tropfender Wasserhahn regt zunächst Aufmerksamkeit an.

Er erinnert uns daran, wie wichtig Ressourcenmanagement ist – sowohl in Bezug auf Wasser als auch auf andere begrenzte Ressourcen in deiner Firma.

Er symbolisiert Verschwendung, aber auch die Möglichkeit zur Optimierung.

Menschen in einer Firma, die diesen "kleinen Tropfen" wahrnehmen, zeigen, dass sie aufmerksam sind und sich mit Details beschäftigt.

Und – er kann Innovationen anstossen.

Er regt Mitarbeitende an, nach nachhaltigen Lösungen zu suchen. Vielleicht entwickelt das Team neue Ideen zur Reduktion von Wasserverbrauch oder Energieeinsatz – Impulse, die weit über den Wasserhahn hinausreichen können.

Ein tropfender Hahn kann auch eine Metapher sein: Er zeigt, dass kleine Probleme schnell zu grossen werden können, wenn sie ignoriert werden.Dies erinnert uns daran, proaktiv und lösungsorientiert zu handeln, ein entscheidender Erfolgsfaktor in jedem Unternehmen.

Zusammengefasst: Ein tropfender Wasserhahn ist mehr als nur eine undichte Stelle. Er ist ein Symbol für Aufmerksamkeit, Innovation und den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen.

(Aber wisst ihr was: Holt euch einfach mal einen Schraubenschlüssel.)

Um was es geht:

Ist der Umsatz wieder gestiegen?
Ist das Unternehmen personell gewachsen?
Habe ich die beiden Grosskunden gewonnen?

Immer mehr – daran werden wir gemessen.
30 Mitarbeitende hört sich besser an als 2 Mitarbeitende.

Schauen wir doch mal Pro und Contra an:

Pro:

  • Du verdienst hoffentlich mehr.
  • Bei Leuten die dich daran messen, und das sind erstaunlich viele, steigt dein Prestige, dein Einfluss.
  • Du hast die Möglichkeit grössere Projekte umzusetzen.
  • Als Chef erhälst du Macht, die einfach da ist, oder du lebst diese entsprechend aus – hol mir mal einen Kaffee:-).

Contra:

  • Deine Tage könnten länger sein.
  • Wenn du nicht delegieren kannst, kann die Geschichte zu einer Belastung werden.
  • Grössere Aufträge, bedeuten auch komplizierteren, personellen Umgang.
  • Mehr Personal können auch mehr Probleme ergeben.

Es gibt noch eine andere Art von Wachstum.

Qualitatives Wachstum, ein optimiertes Wachstum.
Auch hier lässt sich am Ende Geld, jedoch mit weniger Einsatz verdienen.

Oder gar kein Wachstum – böse Zungen behaupten, dies sei Stagnation. Kann man so sagen.
Umsatz wie Gewinn sind gleichbleibend zum Vorjahr. Ein Gewinn ist die Vorrausetzung, da jedes Jahr Investitionen zu tätigen sind.

Du entscheidest welche Werte dir wichtig sind und vor allem WARUM?

Ich habe mich für die Stagnation entschieden. Jedes Jahr einen Gewinn zu realisieren und gut davon zu leben ist meine Devise. Dafür gibt es weniger Stress und kein schlechtes Gewissen, wenn ich mal erst um 9.00 Uhr im Office bin. :-)

Um was es geht: Die 5 Sekundenregel nach Mel Robbins:

Du weisst eigentlich was zu tun ist, machst es aber nicht.

Die Erklärung ist einfach: Du bist zu bequem.

Eines Tages erinnerte sich die Arbeitslose Mel Robbins daran, dass bei einem Raketenstart von fünf an Rückwärts gezählt wird. Als am nächsten Tag der Wecker klingelte, zählte sie 5-4-3-2-1... und stand auf. 5-4-3-2-1 und trug den Müll hinaus, 5-4-3-2-1 und schrieb Bewerbungen u.s.w.

Je stärker wir unser Leben im Griff haben, je zufriedener sind wir!
Dazu musst du Folgendes wissen:

  1. Das Aufschieben von Aufgaben ist nicht befreiend, es belastet.
  2. Das Erledigen von kleinen, lästigen Aufgaben gibt dir ein Glücksgefühl. Du wirst diese Aufgaben nie gerne ausführen. Die dafür erforderliche Kraft nennt man Aktivierungsenergie.

Schreibe kurz auf, was du in deinem Geschäftsalltag nicht gerne tust, aber tun musst – und dann los: 5-4-3-2-1:-)

Um was es geht’s:

Stell dir vor, du wärst eine Batterie.
Wie sieht dein aktueller Ladezustand aus?

Im Berufsalltag als Chef oder Chefin gibt es verschiedene Levels – von 100% super gut drauf, gerade ein tolles Meeting hinter mir, alles läuft wie durch Butter… bis hin zu 10%... Unfall eines Mitarbeiters, Produktefehler oder bei diesem Projekt läuft einfach alles schief… in fast allen Fällen hast du es hier mit Menschen zu tun.

Die Social Energie Power zeigt dir an:
Wieviel Energie (Nerven/Stess), emotionale Kraft dich ein Mensch braucht und

Was bekommst du zurück?
Also was bleibt am Ende für mich übrig an Stärke, Inspiration oder Belastung, die mich auszehrt und die Freude an dem nimmt was ich tue.

Anhand der Social-Energie-Power kannst du messen, was es dir bringt etwas weiter zu verfolgen oder – eben nicht.

Ein Tipp - eine Selbsterkenntnis:
Stell dir vor – tatsächlich bist du in den meisten Fällen in der Lage selber zu entscheiden.

Nicht jeder deiner Entscheidungen wird sexy und einfach sein… aber wenn dich etwas so beschäftigt, dich nicht mehr schlafen lässt, dann mach mal einen Punkt. 

Um was es geht’s:

Was uns unglücklich macht … liegt wohl schon in dieser Frage.

  1. Vergleiche mit anderen (Sozialer Vergleich)
  2. Zu hohe Erwartungen und Perfektionismus
  3. Zu viel Fokus auf das Negative (Negativitätsbias)

Deshalb: Was uns glücklich macht:

  1. Vergleiche weniger
  2. Sei nachsichtiger mit dir selbst und
  3. Trainiere deinen Fokus auf das Positive!

Auch schon passiert?
Du verlässt den Raum, gehst die Treppe zum Ausgang runter, und plötzlich fallen dir sämtliche Argumente ein, die du hättest sagen wollen.

William Lewis Hertslet beschrieb in seinem Bestselleer 1882 „Der Treppenwitz der Weltgeschichte“ genau dieses Phänomen und kreierte den Begriff „Treppenwitz“. In der Pychologie nennt man dieses Phänomen, wenn unter Druck die Nerven versagen, das „Choke-Syndrom“ – man erstickt an den Erwartungen.

Typische Merkmale des Choke-Syndroms:

  • Übermässiges Nachdenken: Statt auf Intuition und Routine zu vertrauen, versucht das Gehirn, bewusst jeden Schritt zu kontrollieren – was oft kontraproduktiv ist.
  • Angst vor Fehlern: Der Druck, perfekt sein zu müssen, blockiert die gewohnte Leistung.
  • Körperliche Anspannung: Muskeln verkrampfen, Reflexe verlangsamen sich.

Beispiele für das Choke-Syndrom:

  • Du hast plötzlich ein Blackout, obwohl du das Thema in- und auswendig kennst.
  • Ein Fussballer verschiesst den Ball beim Elf-Meter, obwohl er dies schon 1000mal geübt hat. (David Beckham – an der EM 2004 gegen Portugal… es war der Rasen – laut Beckham)
  • Prüfungsangst – plötzlich kannst du das Gelernte nicht mehr abrufen.

Wie kann man das Choke-Syndrom verhindern?

  1. Automatisierung & Routine stärken: Durch Wiederholungen kann man Fähigkeiten so verinnerlichen, dass sie „automatisch“ abrufbar sind.
  2. Druck reduzieren: Statt an „Gewinnen oder Verlieren“ zu denken, den Fokus auf den Moment und die Aufgabe richten.
  3. Achtsamkeit & Atemtechniken: Kurzes Innehalten, bewusstes Atmen oder mentale Rituale helfen, den Stress zu regulieren.
  4. Positive Selbstgespräche führen: Statt „Ich darf nicht versagen“ lieber „Ich konzentriere mich auf das, was ich kann“.
  5. Simulation von Stress-Situationen: Wer unter Druck übt (z. B. vor Publikum sprechen, vor Freunden Prüfungen simulieren), kann besser mit dem Ernstfall umgehen.

Geht es dir auch so?
14 Tage Ferien… seit ich mich selbständig machte, finde ich „lange“ Ferien nicht mehr so toll. Vorher mach ich mir viel Arbeit und… danach gibts viel Arbeit - was ja im Grunde sehr toll ist. Dies stets auszuhalten ist nicht immer einfach;-) – auch für die Menschen die mit mir ihre Ferien verbringen.

Warum ist das so?

  1. Verantwortung und Kontrolle – Als Selbstständige*r trägst du die volle Verantwortung für dein Unternehmen. Das macht es schwer, einfach mal „loszulassen“.
  2. Kunden- und Projektabhängigkeit – Wenn du Dienstleistungen anbietest oder laufende Projekte hast, gibt es oft Deadlines und Verpflichtungen, die sich nicht einfach pausieren lassen.
  3. Einnahme-Ausfall – Falls dein Business direkt von deiner Arbeit abhängt (z. B. keine laufenden Einnahmen durch passive Einkünfte oder Mitarbeitende, die übernehmen), bedeutet Urlaub auch weniger oder keine Einnahmen.
  4. Psychologische Hürde – Manchmal spielt auch das eigene Mindset eine Rolle. Selbst wenn es möglich wäre, Arbeit liegen zu lassen, fühlt es sich nicht gut an, weil das Business ja mit dir „steht und fällt“.

Und dann kommt noch der Punkt mit den Mitreisenden: Wenn du in den Ferien mental noch bei der Arbeit bist oder direkt nach der Rückkehr gestresst, kann das für sie natürlich anstrengend sein.

Hast du eine Strategie, um das für dich entspannter zu gestalten?
 

 

Ja, da gibt es ein paar Strategien, um das besser zu managen. Hier sind einige Ideen:

1. Die „Ferien-Puffer-Zonen“ einplanen
Setze ein paar Tage vor und nach deinen Ferien als „Übergangszeit“ an. Vorher nicht bis zur letzten Sekunde arbeiten, sondern bewusst Aufgaben abschliessen. Nachher ein paar Tage einplanen, um nicht gleich wieder im Vollstress zu sein.

2. Klare Kommunikation mit Kund:innen und Team
Falls du Kund:innen hast, die regelmässige Betreuung erwarten, informiere sie frühzeitig über deine Abwesenheit – und vor allem, wann sie wieder mit dir rechnen können. Falls möglich, eine Vertretung oder automatisierte Antworten einrichten.

3. Arbeit delegieren oder automatisieren
Falls du Arbeiten hast, die während deiner Abwesenheit laufen müssen, überlege, ob du sie delegieren oder automatisieren kannst (z. B. Mails mit Autoresponder, Buchhaltung, Social-Media-Posts im Voraus planen, an Mitarbeitende delegieren).

4. „Mindset-Switch“ üben
Es ist eine Herausforderung, aber es hilft, sich bewusst zu sagen: „Ich darf mir das erlauben.“ Manchmal haben wir Selbstständige das Gefühl, immer arbeiten zu müssen – aber Pausen bringen langfristig mehr Energie und Kreativität.

5. Micro-Check-ins statt Dauer-Erreichbarkeit
Falls du gar nicht komplett „abschalten“ kannst, plane fixe Mini-Zeiten in deinen Ferien ein, z.B. eine oder zwei Stunde für E-Mails oder Updates. Dann ist der Kopf frei für den restlichen Tag und deine Mitreisenden wissen, dass du jetzt am Arbeiten bist.
(Ich mach dies mit und für meine Mitarbeitenden. Per Slack senden sie mir ihre Gestaltungsentwürfe, Fragen, etc. damit sie sich bei mir das Feedback abholen können, um so weiterarbeiten zu können. Für mich selber bringt dies Entspannung, da ich weiss es läuft und – wie es läuft.)

6. Kurzferien statt lange Ferien
Falls lange Ferien zu stressig sind, sind mehrere kurze Auszeiten übers Jahr verteilt vielleicht besser. 3–4 Tage sind oft einfacher zu handeln als zwei oder gar mehr Wochen am Stück.

Geht es dir auch so?
Präsentiere ich Ideen und Umsetzungen aus dem Himmelblau, bin ich begeistert. Klar – sonst würde ich es nicht Kunden und Kundinnen präsentieren. Kommt dann konstruktive Kritik dazu, bin ich noch begeisterter, da eine echte Auseinandersetzung stattfindet.

Sobald mehrere Personen anwesend sind, ist oftmals eine Personen darunter, die skeptisch wenn nicht gleich ablehnend ist – und dies auch nicht so richtig begründen kann. Warum ist das so? (Mein Leben wäre so viel einfacher:-)

Eine exakte Prozentzahl dafür, wie viele Menschen Angst vor Neuem haben, ist schwer festzulegen, weil das stark vom Kontext, der Definition und der Untersuchung abhängt. Aber es gibt einige psychologische Erkenntnisse dazu:

1. Allgemeine Tendenz zur Neophobie (Angst vor Neuem)

Studien zeigen, dass etwa 20–30 % der Menschen eine starke Tendenz zur Neophobie haben – also dazu, neue Erfahrungen, Veränderungen oder Unbekanntes zu vermeiden.
Diese Zahl kann je nach Alter, Kultur, Lebenssituation und Persönlichkeit stark variieren.

 

2. Veränderungsangst im beruflichen Kontext

In der Arbeitswelt geben über 50 % der Befragten in manchen Umfragen an, sich vor grösseren Veränderungen (z. B. neue Technologien, Umstrukturierungen) zu fürchten oder zumindest Unbehagen dabei zu empfinden. Dies ist auch der Grund, warum wir Chefs und Chefinne manchmal nicht verstehen, warum unsere Umstrukturiereungen, Neuerungen manchmal mit wenig Begeisterung angenommen wird...es fehlt den Mitarbeitenden schlichtweg die innere Vorbereitungszeit um sich auf das Neue einzustellen - dies ist jedoch eine andere Geschichte.
(Quelle: z. B. Change-Readiness-Studien von Unternehmen wie McKinsey oder Gallup)

3. Furcht vor Unbekanntem als evolutionäres Muster

Psychologisch ist die Angst vor Neuem (Neophobie) ein evolutionär verankerter Schutzmechanismus. Menschen sind tendenziell vorsichtig gegenüber unbekannten Situationen, weil sie potenziell gefährlich sein könnten.

Fazit:

Etwa jede zweite bis dritte Person braucht Zeit, gute Gründe oder Vertrauen, um sich auf Veränderungen einzulassen.

Um was es geht’s:

Wurden deine Daten auch schon gehäckt?
Gerade ist es wieder in den Medien. Mailadressen werden gehackt, in Online-Shops wird auf deine Rechnung „geshopt“.

Mit der URL https://haveibeenpwned.com kannst du herausfinden, ob deine Mailadresse schon mal gehackt wurde

Was tun, wenn du betroffen bist? > Ändere sofort dein Passwort.
Nutze ein langes, komplexes Passwort – kein "123456" oder "Firma2023". Verwende am besten einen Passwortmanager, der sichere Passwörter für dich erstellt und speichert.

Verwende für jeden Dienst ein anderes Passwort.
Wenn ein Passwort geleakt wird, darf das nicht gleich die Tür zu deinen anderen Konten öffnen.

Wechsle ab und zu dein Passwort.

Aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA).
Das ist ein zweiter Schutz – zum Beispiel ein Code per App oder SMS – und macht es Hackern deutlich schwerer, Zugriff zu bekommen.

Die zwei Faktoren Authentifizierung ist in einer Firma in der mehrere Personen Zugriff zu einem Dienst haben sollten nicht einfach. Wir im Himmelblau haben extra ein iPhone gekauft, auf dem ich den Zugriff gewährleisten kann, ohne dass ich stets anwesend sein muss.

Fazit:
Sicherheit ist keine IT-Spielerei – sie ist Chefsache.
Ein einziges gehacktes Konto kann deinem Geschäft enorm schaden: Kundendaten, Vertrauen, Geld kann verloren gehen.

Nimm dir 5 Minuten, check deine Adresse und bring deine Sicherheit auf ein neues Level.

Um was es geht’s:

Prolog: Mein extrem ineffizientestes Meeting ever: Werbeagentur in Bern. Himmelblau war für den Webauftritt einer renommierten Firma verantwortlich, weil wir den Pitch im Webbereich gewonnen hatten. Die andere Agentur hatte allerdings den Lead in der Kampagne, was ganz okay war.

Teilnehmende: 10 Personen von der Agentur, zwei von Himmelblau, zwei auf Kundenseite.
Meetingdauer: 2,5 Stunden.
Resultat nach dem Meeting: Drei leere Donut-Schachteln, viel Kaffee, Valser-Wasser (weil’s teuer ist).

Egal. Hast du dich auch schon mal gefragt, wie viele Meetings du in der Woche hast – und wie viele davon wirklich nötig sind?

Untersuchungen zeigen: In vielen Unternehmen verbringen Teams bis zu 40 % ihrer Zeit mit Meetings. Oft ohne klaren Zweck, ohne Ergebnis – und manchmal auch ohne Zuhörer:in. (Hängt natürlich sehr vom Unternehmen ab. In einem Handwerks-Betrieb wird dies wohl kaum so sein…)

Aber: Was braucht ein Team wirklich, um effektiv zu kommunizieren?

Klare Kanäle, klare Regeln.
Wer nutzt wann welches Tool? Mail für Kunden, Chat fürs Team, Aufgaben im Projekttool.
Klingt simpel, aber wenn alle alles überall posten, geht Wichtiges schnell unter.

Aus der Praxis Himmelblau: Wir benutzen Slack und eine To do Liste und sparen uns viel Weg damit.

Nicht jedes Thema braucht ein Meeting.
Manchmal reicht eine klar formulierte Nachricht mit Deadline. So kann jede Person dann antworten, wenn sie den Kopf frei hat – und unterbricht nicht ständig die Arbeit.

Meetings kürzer – oder ganz weglassen.
Wenn ein Meeting wirklich sein muss: Klare Agenda, Sitzungsleitung hat die Zeit im Griff, kein Gelaber
Oder: Stehende Meetings – wortwörtlich. Dann bleibt es automatisch kurz.

Aus der Praxis Himmelblau: Nach Bedarf gibt’s am Montagmorgen ein ½ Stündiges Meeting mit Projektbesprechungen, damit alle auch mal voneinander wissen was läuft. Anschliessend ist immer Pause angesagt, so kann Privates dort ausgebreitet werden.

Verantwortung statt Verwirrung.
Jedes Projekt, jede Aufgabe braucht eine klar verantwortliche Person.
Sonst passiert – nichts. Oder zu viel – doppelt.

Fazit:
Effektive Kommunikation ist kein Tool – es ist eine Haltung.
Weniger reden, mehr sagen. Weniger Zeit verschwenden, mehr erreichen.

Um das geht’s:

  • Seit 2017 bin ich im BNI aktiv dabei.
  • 2024 habe ich ca. 80‘000 Umsatz mit BNI erzielt.
  • Ich verbrachte ca. 100 Std. hier im BNI (normalerweise stelle ich den Wecker auf 7.00 Uhr)
  • Bei 49 one-to-one Gespräche war ich dabei.

BNI ist Business.

BNI ist mehr als Business.

Dank BNI…

  • gehe ich regelmässig ins Boxen.
  • Letztes Jahr habe ich mir ein Gravelbike gekauft und bin damit ins Engadin gefahren.
  • Die Idee Workshops im Kommunikationsbereich zu geben, ist im BNI gewachsen und mit BNI Leuten umgesetzt worden.
  • Ich bin jetzt ein Audi-Fahrer.
  • Ich habe seit fünf Jahren ein schönes Segelboot auf dem Bielersee, welches ich ohne Beratung nicht hätte.
  • Zuhause gibt mir ein Cheminee warm
  • Dank BNI habe ich den Hochseeschein gemacht – und gehe jedes Jahr ein- bis zweimal auf Meer.
  • Dank BNI habe ich einen Austausch unter Gleichgesinnten und lerne dadurch neue Technologien kennen.
  • Im BNI habe ich Freunde gefunden, wo es um mehr als Business geht. 

Auch schon mal überlegt?
Wann ist es Zeit weiter zu ziehen, Zeit für eine Veränderung?

Manche Anzeichen könnten sein:

  • Wenn du mehr Energie verlierst als du gewinnst.
  • Wenn deine Werte nicht mehr zu deinem Umfeld passen.
  • Wenn Wachstum stagniert und du nur noch „funktionierst“.
  • Wenn die Angst vor Veränderung grösser ist als die Hoffnung auf Neues – und du trotzdem spürst:
    Es müsste anders sein.

Der richtige Moment fühlt sich selten bequem an. Aber oft ehrlich.

Und was passiert wenn du weiterziehst? Echt - das Leben geht weiter - anders, erleichternd, aufatmend. 

Wie muss dein idealer Kunde, Kundin sein?

Auch schon mal überlegt?

Privat ist das bei mir ist es schon eine ganze Weile her – mein erstes Dating.
Was aber immer wieder vorkommt – ist das Daten von potenziellen Kundinnen und Kunden. Und ja – läuft das nicht ähnlich ab?

Wie muss er sein – dein idealer Kunde, deine Kundin – damit du mit einem Lächeln durch den Tag läufst?
(Brainstroming aus dem Meeting:)

  • Begeisterungsfähig
  • Keine Schwarzwäldertorte bestellen
  • Entscheidungsfreudig
  • Offen für Vorschläge
  • Budget muss vorhanden sein
  • Lösungsorientiert
  • Reale Bedürfnisse haben

Bei wem treffen diese Attribute (Eigenschaften) zu? –> bei 80% der Kundinnen und Kunden!

Was denkst du, warum treffen sie nicht zu?

  • Weil du musst um zu überleben?
  • Weil du es immer so erlebt hast?
  • Weil du deine MA beschäftigen willst – egal mit was?
  • Weil du eh fast keinen Kundenkontakt hast?

Kannst du dir vorstellen dies zu ändern?
Kannst du dir vorstellen, nur noch mit Kundinnen und Kunden zu arbeiten die dir guttun?

Was würde dies bedeuten?

Was macht ein gutes Match aus?

Beim privaten Dating weiss man:
Gemeinsame Werte, Humor, ähnliche Zukunftsvorstellungen – das zählt.
Aber wie ist das bei deinen Wunschkundinnen und -Kunden?

Was bringt dich zum Leuchten, wenn du an bestimmte Kunden denkst?
Und – überleg dir: Wie kam der Kontakt zustande?
 



Was mätscht da eigentlich?

  • Braucht ihr beide dasselbe Tempo?
  • Versteht ihr einander sofort?
  • Seid ihr auf Augenhöhe?
  • Gibt es Respekt – auch im Nein?
  • Fühlt es sich nach Geben UND Nehmen an?
     

Versuchs mal mit dieser Mini-Übung: Deine Matching-Kriterien
Was sind deine persönlichen Matching-Kriterien bei Kund:innen? Unbedingt  |  Nice to have |  NO GO
 


 

Mut zur Klarheit – und zum Nein

Nicht jedes Gespräch führt zum Match.
Nicht jede Anfrage ist ein Ja wert.

Frag dich mal selber - wie leicht fällt dir ein Nein, wenn du spürst: Das passt nicht?

ist ein Prinzip aus der Philosophie und Wissenschaftstheorie – von dem Franziskanerpater Wilhelm von Ockham1 (um1285-1347). Es besagt:

Wenn es mehrere Erklärungen oder Lösungswege gibt, wähle den einfachsten – also den mit den wenigsten Annahmen, Ressourcen oder Risiken.

Anwendung als Methode:

  • Als Vereinfachung:
    Wenn mehrere Hypothesen ein Problem erklären, wähle die, die am wenigsten spekulativ ist.
  • Als Pragmatismus:
    Komplexität wird nur dann hinzugefügt, wenn sie notwendig ist.
  • Als Entscheidungshilfe:
    Bei Unsicherheit hilft Ockhams Razor, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Beispiel:

Eine Uhr bleibt stehen. Zwei Erklärungen:

  1. Die Batterie ist leer.
  2. Eine unsichtbare Macht hat sie angehalten.

→ Nach Ockhams Razor wählt man Erklärung 1, weil sie einfacher und plausibler ist.
(Anmerk. - ja 2. hört sich lustig an, wenn du jedoch all die Verschwörungstheorien vor Augen hast... dann muss es die Zwei sein:)

 

Beispiel:

Ein Computer lässt sich nicht einschalten. Zwei Erklärungen:

  1. Das Stromkabel ist nicht eingesteckt.
  2. Die Festplatte ist durchgebrannt.

→ Nach Ockhams prüft man zuerst das Kabel – weil das die einfachste und häufigste Ursache ist.

 

Beispiel:

Eine Kundin reagiert nicht auf deine Mails. Zwei Erklärungen

  1. Sie ignoriert die Nachrichten absichtlich, da sie mit der Mitbewerberin zusammenarbeitet. 
  2. Sie befindet sich in den Ferien.

→ Nach Ockhams Man geht man zuerst davon aus, dass sie die Nachricht einfach noch nicht gelesen hat – und fragt freundlich nach.

 

1Der Name geht auf den englischen Philosophen Wilhelm von Ockham (ca. 1288–1347) zurück. Er selbst hat es nicht in dieser Form formuliert, aber der Gedanke zieht sich durch seine Schriften.

Um was es geht:
Ein heikles Thema. Als Inhaber, Inhaberin durchläufst du verschiedene Stufen in deinem Unternehmertum. Diese können sich auch wiederholen.

Beispiele

  1. Die Start-up-Stufe – du gibst alles was du hast
  2. Die Komfort-Stufe – die Firma läuft wie geschmiert
  3. Die Sinn-Frage – folgt häufig nach dem Komfort-Modus, da es dir langweilig wird (wars das jetzt?)

Bist du mehr der Verwaltertyp – wird sich die Sinn-Frage wohl nicht stellen, denn du blühst dann erst so richtig auf… und alles was Veränderungen anbetrifft – ist nicht dein Ding. Aber das ist eine andere Geschichte.

Du bist nicht dein Unternehmen.
Viele Selbstständige hängen emotional stark an ihrem Business – was gefährlich sein kann.

Warum das ungesund sein kann:

  1. Du nimmst Rückschläge persönlich.
  2. Du kannst schwer loslassen oder delegieren.
  3. Du vergisst: Du bist auch ein Mensch.

Deshalb:

  • Trenne bewusst zwischen dir und deiner Firma.
  • Pflege Hobbys, soziale Kontakte, Pausen.
  • Tatsächlich - du bist wertvoll – auch ohne Umsatzziel und Menschen die dir auf die Schultern klopfen weil sie etwas von dir wollen (…).

Spät. wenn du dich entscheidest aus dem Berufsleben auszutreten, wirst du dieses Netzwerktraining zu schätzen wissen:-).

Um was es geht:

Auch schon erlebt? Du sitzt an deinem Schreibtisch und hast einen Berg von Pendenzen, aber irgendwas hält dich auf diesen Berg abzutragen? Oder das andere Extrem - du bist ständig im Reaktionsmodus…

Das Eisenhower-Prinzip zeigt dir, wie du Wichtiges von Dringendem unterscheidest.

Erstelle eine Matrix oder – wir im Himmelblau arbeiten mit einer digitalen To do Liste – und selektioniere deine Aufgaben, Aufträge wie folgt:

  1. Wichtig & Dringend → Sofort erledigen (Krisen, Deadlines)
  2. Wichtig & nicht dringend → Planen (Strategie, Weiterbildung, Beziehungspflege)
     
  3. Nicht wichtig & dringend → Delegieren (Unterbrechungen, manche Mails, Anrufe)
  4. Nicht wichtig & nicht dringend → Weglassen (erledigt sich oft auch von selber)

Deshalb: Sag öfter Nein zu Punkt 4.

Reservier bewusst Zeit für Punkt 2 – da steckt deine Zukunft drin.

Mach dir jeweils kurz klar, an/in welchem Punkt du gerade arbeitest.

Um was es geht:
In der Zeitung habe ich gelesen: "Tesla lässt 10 bis 20 fahrerlose Taxis fahren…" Item – da habe ich mich selbst gefragt – brauche ich das? Will ich das? Würde ich das?

Die meisten KMU reden viel über sich. Dabei interessieren sich Kundinnen und Kunden nicht für dich, dein KMU, sondern für ihre eigenen Probleme.

Klammer: Selbstfahrende Taxis - in diesem Fall sehe ich den einzigen Vorteil für mich als Kunde darin, dass Taxifahren – vielleicht – günstiger wird. Als Unternehmer sehe ich jedoch vielmehr den Vorteil von Tesla – Fahrerinnen und Fahrer wegzusparen und – na ja – den Taximarkt zu übernehmen?

Ändere deine Denkweise
Nicht: „Wir bieten XY“
Sondern: „Sie bekommen XY, damit Sie…“

Dehalb:
Formuliere dein Angebot aus der Sicht deiner Kundin, deines Kunden

Nutze Begriffe wie: damit, dadurch, deshalb, weil Sie…

Und frag dich selbst… Welche Probleme löst du wirklich?

Um was es geht:
80% Wirkung mit 20% Einsatz.

Super kurz gesagt:

  1. Identifiziere deine 20 % High-Impact-Aktionen
  2. Streiche Ballast
  3. Optimiere, wo der Hebel gross ist.

Habe ich auch schon mal gelesen oder gehört – aber… wie kann die Umsetzung aussehen?

 

Beispiel 1: Kundenanalyse – Wer bringt wirklich Umsatz?

Pareto-Anwendung:
Stelle fest, welche deiner Kund:innen für 80% des Umsatzes verantwortlich sind. Meistens sind es nur rund 20% der Kundschaft, die diesen Grossteil ausmachen.

Was tun?

  • Diese Top-Kund:innen besonders pflegen (z. B. durch Exklusivangebote oder persönliche Betreuung).
  • Ähnliche Wunschkund:innen gezielt akquirieren.
  • Weniger rentable oder fordernde Kleinkunden ggf. nicht mehr aktiv bewerben.

Effekt: Mehr Zeit für lohnende Kundenbeziehungen, bessere Planung eurer Ressourcen.

 

Beispiel 2: Angebotsoptimierung – Welche Leistungen bringen am meisten?

Pareto-Anwendung:
Wir analysieren, welche unserer Leistungen (z. B. im Himmelblau – Branding, Social Media, Printkampagnen, Webdesign) für 80% des Profits verantwortlich sind.

Allenfalls wirst du feststellen: Ein kleiner Teil deines Portfolios generiert den Grossteil des Gewinns.

Was tun?

  • Fokus auf genau diese Leistungen legen – sie evtl. weiterentwickeln, bündeln oder prominenter auf der Website, etc. anbieten.
  • Weniger rentable Leistungen reduzieren oder automatisieren.
  • In Marketing und Vertrieb gezielt die „Top-20 %-Leistungen“ pushen.

Effekt: Du und deine MA arbeiten fokussierter, effizienter – und erhöht euren Deckungsbeitrag.

Um was es geht:
Mit einem befreundeten Arzt gründete ich einst eine Firma, die zusammen mit der Pharma-Industrie Seminare für Hausärzte organisierte. Die Meetings waren für mich persönlich nicht gerade aufbauend – denn ich verstand schlichtweg nur einen Bruchteil von dem Gesagten. Dafür konnte ich bei allem Organisatorischen und der Kommunikation auftrumpfen – nachdem ich herausgefunden habe, um was es eigentlich geht.

Ein Thema, welches ich anregte, war dann auch – wie sag ich es dem Patienten, damit er versteht was ich, als Arzt, ihm sagen will.

Was heisst das für dich?
Du hast in deinem Beruf ein grosses Wissen angeeignet. Tatsächlich – auch du bist ein wenig ChatGPT – oder Wikipedia. Und das ist toll und sehr wertvoll.
Was wir jedoch oft vergessen – unser Gegenüber besitzt all dieses Wissen nicht und versteht oftmals nur Bahnhof.

Deshalb:
Erklär es, wie du es deiner Oma erklären würdest. :-)

Um was es geht:
Nein – meine Golfkarriere habe ich vor 15 Jahren beendet. Ich habe dort jedoch viel über’s Netzwerken gelernt, nämlich "Gleiches zu Gleichem".

Was heisst das für dich?
Menschen mit ähnlicher Verantwortung, ähnlichem Druck, ähnlichem Horizont finden schneller zueinander. Ein Inhaber einer Firma versteht den Alltag eines anderen Inhabers – ohne viele Worte. Man spricht dieselbe Sprache. Es braucht keine Erklärungen, nur Verständnis.

Deshalb:
Es kann für dich einfacher sein, wenn du dich mit Menschen umgibst, die in einem ähnlichen Setting sind wie du. Gemeinsam unterwegs zu sein ist einfacher, wenn die Sichtweisen ähnlich sind. Das kann dich bereichern, spart aber vor allem Energie und kann bei Gesprächen auch Tiefe und Lösungen bringen.

Übrigens – ich habe aus zeitlichen Gründen mit dem Golfen aufgehört… da ich einfach noch etwas mehr arbeiten und verdienen musste als diejenigen mit Handicap 4.????

Um was es geht:
Laut einer Gallup-Studie (2023) geben 52 % der Mitarbeitenden als Hauptgrund die „schlechte Führung“ und eine mangelnde emotionale Bindung an ihren Vorgesetzten an; nicht das Gehalt und auch nicht die Arbeitsbelastung.

(Weitere Kündigungsgründe, neben schlechter Führung sind: mangelnde Annerkennung, fehlende Entwicklungsmöglichkeiten, keine Sinnhaftigkeit, schlechtes Team- / Arbeitsklima, zu wenig Flexibilität / starre Arbeitsmodelle.)

Was heisst das für dich?
Frag dich ehrlich: Wie klar, wertschätzend und präsent bin ich als Chef:in? Führung beginnt nicht mit Kontrolle, sondern mit Haltung. Regelmässiges Feedback, echtes Interesse und klare Kommunikation wirken stärker als Boni.

Deshalb:
Menschen verlassen nicht (nur) wegen Geld oder Überlastung ein Unternehmen.
Sondern die Führung eines Unternehmens, die:

nicht wahrnimmt, was sie tun

nicht fördert, wohin sie wollen

nicht kommuniziert, wofür sie es tun

nicht ermöglicht, flexibel & modern zu arbeiten

Warum eine Bucketlist für Unternehmerinnen und Unternehmer?

Impuls: Eine Bucketlist ist kein Luxus, sondern ein Navigationsgerät. Sie zeigt dir, wohin du wirklich willst im Leben und im Geschäft.

Fokus: Wer seine persönlichen und geschäftlichen Ziele klar formuliert, priorisiert automatisch besser und verliert sich weniger im Alltagsstress.

Motivation: Eine sichtbare Liste erinnert daran, warum man arbeitet – sie gibt Energie und Inspiration über den reinen Umsatz hinaus.

Balance: Unternehmer:innen neigen dazu, nur fürs Geschäft zu leben. Eine Bucketlist zwingt dazu, Lebensziele und Unternehmensziele in Einklang zu bringen.


Welche drei Dinge würdest du unbedingt noch erleben oder erreichen wollen – egal ob privat oder geschäftlich?
Denn, wer eine Bucketlist führt, arbeitet nicht nur im Unternehmen, sondern auch am eigenen Leben. Sie sorgt für Fokus, Motivation und Balance.

Die Macht der Gerüche

Gerüche sind viel mehr als Nebensache. Sie wirken direkt auf unser Unterbewusstsein. Während wir Bilder oder Worte erst verarbeiten müssen, gehen Düfte sofort ins limbische System, wo Emotionen und Entscheidungen entstehen.

Darum setzen viele Unternehmen bewusst auf Düfte:

  • Einzelhandel: In Modegeschäften riecht es oft dezent nach Vanille oder Zitrus, dies verlängert die Verweildauer und steigert nachweislich die Kaufbereitschaft.
  • Autohäuser: „Neuwagenduft“ ist kein Zufall, er wird künstlich erzeugt, weil er Begehrlichkeit weckt.
  • Hotellerie: Viele Hotels haben einen eigenen Signature-Duft, der sofort mit Wohlbefinden, Sauberkeit und Vertrautheit verbunden wird.

Und im Arbeitsalltag?

  • Wohlbefinden: Lavendel oder Sandelholz wirken beruhigend und senken Stress.
  • Arbeitsmoral und Konzentration: Pfefferminze oder Rosmarin beleben und steigern die Aufmerksamkeit.
  • Atmosphäre und Zusammenarbeit: Zitrusdüfte vermitteln Frische, Optimismus und Offenheit.
  • Produktivität: Leichte Kräuterdüfte können die Fehlerquote senken und die Motivation erhöhen.

Fazit: Gerüche manipulieren uns – positiv wie negativ. Sie können Kaufentscheidungen fördern, Motivation steigern oder Stress reduzieren.

Impulsfrage: Welchen Duft würdest du in deiner Firma einsetzen?

 

Arbeitsdüfte :-)

Lavendel → reduziert Stress, fördert Gelassenheit → gut für Pausen- oder Ruheräume.

Rosmarin → aktivierend, konzentrationsfördernd → senkt nachweislich die Fehlerquote bei Routinetätigkeiten.

Pfefferminze → belebend, gegen Müdigkeit → hilfreich in langen Sitzungen oder Büros mit viel Bildschirmarbeit.

Zitrusdüfte → optimistisch, kommunikativ → fördern Teamgeist und gute Atmosphäre.

Eukalyptus → klar, befreiend → unterstützt frische Luft, wirkt vitalisierend.

Warum wir uns jede Woche treffen

Impuls
Dr. Ivan Misner, der Gründer von BNI, stellte fest: Gruppen, die sich nur alle zwei Wochen trafen, gaben 52 % weniger Empfehlungen weiter. Sein einfaches Erfolgsrezept: Trefft euch jede Woche.

Warum wirkt das so stark?

  1. Wiederholung verankert Wissen und Beziehungen.
  2. Regelmässiger Kontakt verhindert, dass Beziehungen verblassen.
  3. Übung macht dich besser – auch im Netzwerken.
  4. Häufige Treffen beschleunigen den Aufbau von Vertrauen.
  5. Wer sich wöchentlich sieht, bleibt im Gedächtnis und denkt eher an Empfehlungen.

Reflexion
Erfolg entsteht nicht durch viele neue Ideen, sondern durch das konsequente Wiederholen der wirksamen Dinge.

Impuls:
„Chef, die Sicherung fliegt immer raus – was soll ich tun?“
Wenn du dann antwortest: „Ich schaue mir das gleich an“, sitzt der Affe schon bei dir auf der Schulter. Wenn du jedoch fragst: „Welche Ursache vermutest du und was wäre dein nächster Schritt?“, bleibt der Affe wo er bleiben sollte.

Viele Chefs lassen sich von ihren Leuten unbewusst „Affen“ aufhalsen. Jeder „Affen-Moment“ ist eine Aufgabe oder ein Problem, das eigentlich beim Mitarbeitenden bleiben sollte, aber plötzlich auf den Chef springt. Ergebnis: Dein Schreibtisch ist voll Affen, und deine Mitarbeitenden haben die Hände frei.

Umsetzungsfrage:
Wenn dir jemand ein Problem bringt, stellst du dann sofort eine Lösung in Aussicht oder fragst du zuerst: „Was schlägst du vor?“ (Geht übrigens auch Privat sehr gut…)

Reflexion:
Echte Entlastung entsteht, wenn die Affen dort bleiben, wo sie hingehören. Führung heisst, Mitarbeitende zu befähigen, ihre Aufgaben selbst zu tragen – nicht, die Herde aller Affen durchzufüttern.

Das heisst – eigentlich heisst es ja Trainingskoorinator:in und dies trifft es besser. Denn es ist nicht so, dass du, so wie ich, fast jeden Dienstag hier vorne stehen musst. Im Gegenteil. Du teilst hier alle Mitglieder für ein Training ein und – koordinierst diese.

Warum ich dies selber mache? Weil ich Freude daran habe. Aber ich mach das auch schon das zweite Jahr – d.h. schon das dritte Jahr in meiner BNI-Zeit. Deshalb ist es Zeit Platz zu machen. Und wie gesagt – du kannst dies delegieren – weil das Delegieren hier im Grunde deine Aufgabe ist.

Komm bis Ende Woche auf mich zu, wenn du Interesse hast.

 

Aufgabenbeschreibung - TrainingskoordinatorIn BNI

Ziel der Arbeit des Trainingskoordinators (TK)
Die Arbeit des Trainingskoordinators ist für dein Chapter von grosser Bedeutung. Ein engagierter und enthusiastischer Trainingskoordinator trägt dazu bei, den reibungslosen Ablauf deines Chapters zu gewährleisten.

Voraussetzungen
Der Trainingskoordinator sollte nicht nur ein verantwortliches und engagiertes Mitglied, sondern seit mindestens sechs Monaten BNI-Mitglied sein.

Aufgaben
Er/Sie …

  1. ist dafür verantwortlich, Mitglieder auszuwählen, die über ein vom Trainingskoordinator ausgewähltes Netzwerk-Thema ein Kurztraining vorbereiten. Der Trainingskoordinator kann die Netzwerk-Ausbildung von Zeit zu Zeit selbst übernehmen. Du findest viele Themen für Kurztrainings in den Downloads (Kurztrainings).
  2. definiert in Zusammenarbeit mit dem Chapterdirektor und ggf. mit dem Wachstumskoordinator die Trainings-Schwerpunkte für das Chapter
  3. animiert Mitglieder, die kürzlich einen der Basis-Workshops besucht haben, die Netzwerk-Ausbildung zu übernehmen, so dass das Gelernte im Chapter weitergegeben werden kann.
  4. erfasst geplante Kurztrainings im portal.bni.swiss > Kalender > Kurztrainings > Hinzufügen. Diese werden auf der Chapterseite und in den Wochenmails automatisch übernommen.

Impuls
Der Motivationstrainer Bodo Schäfer prägte die sogenannte 72-Stunden-Regel:
„Wenn du eine Entscheidung triffst oder eine Idee hast, aber innerhalb von 72 Stunden keinen ersten Schritt tust, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass du sie jemals umsetzt, auf unter 1 %.“

Psychologisch ist das gut belegt: Motivation ist ein flüchtiger Zustand. Wird sie nicht in Handlung übersetzt, zerfällt sie – ähnlich wie ein Muskel, der nicht trainiert wird. Entscheidend ist nicht der grosse Wurf, sondern der erste konkrete Schritt innerhalb der ersten drei Tage: ein Telefonat, eine Notiz, ein Termin, eine kleine Handlung.

Vielleicht kannst du dich noch an die 5-Sekunden-Regel erinnern? 5-4-3-2-1 und los geht’s…

Umsetzungsfrage
Ich will dir Mut machen… und mir selber auch. Warte nicht auf den perfekten Zeitpunkt um etwas, wovon du denkst, dass es wichtig wäre in den nächsten 72 Stunden umzusetzen.

Impuls
Eine meiner meisten Fragen in einem Erstgespräch ohne Antwort lautet: „Was hast du dafür für ein Budget?“

Viele KMU fragen sich, wie viel vom Umsatz sie für Werbung und Marketing einsetzen sollen.
Branchenrichtwerte liegen zwischen 2 % und 10 % des Jahresumsatzes – im Durchschnitt sind es etwa 3 % bis 7 %.

Bei einem Umsatz von CHF 600’000.– entspricht das rund CHF 18’000 bis 42’000 pro Jahr.

Das ist natürlich Theorie, denn das Budget sollte nie blind nach Prozenten festgelegt werden, sondern unbedingt nach Ziel, Markt und Wirkung.

Kriterien zur Anpassung:

  • Wachstum: Wer wachsen will, braucht mehr Sichtbarkeit – also eher 7–10 %.
  • Wettbewerb: Je dichter der Markt, desto höher der Werbedruck.
  • Effizienz: Wer bewährte Kanäle hat (z. B. Stammkunden, Empfehlungen), kann mit weniger auskommen.
  • Einmalprojekte: Z.B. eine neue Website oder ein neues Branding – wie eine Verpackung, sind Investitionen, die über mehrere Jahre funktionieren.

    Für mich wohl das wichtigste Instrument der ROI:
  • ROI – Return on Investment: Das ist der messbare Ertrag deiner Investition. Wenn du z. B. CHF 5’000 in Werbung investierst und daraus CHF 15’000 Umsatz generierst, beträgt dein ROI 200 %.

Umsetzungsfrage
Wie viel gibst du aktuell für Werbung aus – und weisst du, was es dir konkret bringt?

Reflexion
Was würde sich verändern, wenn du dein Werbebudget nicht als Kosten siehst, sondern als Investition, deren Wirkung du bewusst misst und steuerst?

Impuls
Hast du heute Morgen in den Spiegel geschaut?

Viele Unternehmer:innen arbeiten täglich IN der Firma– aber selten AN der Firma. Das Business Model Canvas ist wie ein Spiegel für dein Unternehmen: neun Felder, ein Blick, und du siehst, ob dein Geschäfts-Modell tragend ist. Wer sind deine Kund:innen? Welchen Nutzen bietest du wirklich? Über welche Kanäle erreichst du sie? Das Canvas zwingt dich, Klarheit zu schaffen – auf einer einzigen Seite.

Umsetzungsfrage
Wann hast du dein Geschäftsmodell zuletzt SICHTBAR gemacht – mit Post-its, auf Papier oder digital? Und was würdest du heute anders eintragen als vor drei Jahren?

Reflexion
Ein Canvas ist kein Theorie-Tool, sondern ein Gesprächsanlass. Nimm dein Team, deine Partner oder Kund:innen dazu – und entdecke, wo dein Geschäftsmodell stark ist und wo es knirscht.

 

Hier erfährst du noch mehr über das Business Model Canvas: https://www.himmelblau.ch/das-anwenderbuch-fuer-kmu

Impuls
Mein Schwiegervater war im Verkaufskader von IBM Schweiz. Und damit aus meiner Selbständigkeit auch was wird… schenkte er mir ein Unternehmer-Seminar. Was ich davon behalten habe? Feiere deine Erfolge.  Also habe ich mir zu Beginn bei jedem neuen Auftrag etwas Besonderes gegönnt. Ein gutes Nachessen, ein Wochenende in London und ja – irgendwann kaufte ich mir diese IWC hier. Für mich damals ein Traum den ich mir mal erfüllen wollte.

Warum ist das wichtig für dich?
Ob kleiner Fortschritt oder grosser Durchbruch – das bewusste Wahrnehmen und Würdigen von Erfolgen stärkt deine Motivation.Was wenn du alles erreicht hast, was du dir einmal erdacht hast, als du selbständig wurdest oder eine Firma übernehmen konntest? Bist du jetzt nur noch Verwalter?  Du kannst dies auch bei deinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umsetzen – es muss ja keine IWC sein. Menschen wollen da arbeiten, wo man stolz auf das Erreichte sein darf.

Reflexion
Oft hetzen wir von Ziel zu Ziel und übersehen, was wir schon geschafft haben. Dabei steckt in jedem Erfolg ein Moment der Kraft. Wer ihn teilt, schafft Kultur.

Umsetzungsfrage
Wie könntest du in deinem Team sichtbarer machen, was gelingt – und es gemeinsam feiern, ohne dass es künstlich wirkt?

Einmal in der Woche treffen sich alle Mitarbeitende aus dem jeweiligen Team (Team Werkstatt, Team Büro). Idealerweise am Morgen 7:00 Uhr (Arbeitsbeginn). Die Dauer des Meetings ist zwischen 10-20 Minuten. Ziel des Meetings ist, angefallene "Probleme", welche auf dem zettel durch dei Woche von den Mitarbeitenden notiert worden sind, zu besprechen und zu diskutieren. 

Hier gehts zum ganzen Artikel (PDF)
und hier siehst du die Problemzettel (PDF)

Danke Bidu Bolzli für deinen Beitrag. 

Bolzli Holzbau AG
Emmentalstrasse 137
3414 Oberburg
www.bolzli.swiss

Auch schon mal überlegt?
Im Alltag – gerade als Unternehmerinnen und Unternehmer richten wir unseren Blick oft nach aussen: auf Ziele, auf Kunden, auf das, was noch zu tun ist. Dabei vergessen wir manchmal, wie viel wir selbst bewirken.

Nimm dir jetzt ein paar Minuten, um die Perspektive zu wechseln.

Stell dir vor, dich gibt es nicht.

Was wäre dann anders? Was würde fehlen in deinem Unternehmen, in deinem Umfeld. Schreibt dir deine Gedanken auf.

Und warum machen wir das?
Als Unternehmerin, Unternehmer solltest du dich Entwickeln. Nicht nur in fachlicher Hinsicht. Sondern auch als Mensch. Denn du trägst eine Verantwortung in der Gesellschaft. Noch mehr, wenn du Mitarbeitenden hast.

Du nimmst so automatisch eine Aussensicht von dir an. Dies nennt man Reflexion und lenkt den Blick auf deinen eigenen Wert. Dies kann dir Kraft geben oder einfach ein gutes Gefühl. Ja, du darfst stolz darauf sein, was du bewirkt hast und noch bewirken wirst. Vielleicht siehst du auch plötzlich eigene Schwachstellen, die du in Zukunft anders machen willst. 

Auch schon mal erlebt? «Könnten Sie das auch noch schnell…»
Und viele von uns reagieren reflexartig: «Ja, klar.»
Doch wer ständig Ja sagt, führt kein Unternehmen, sondern ein Wunschkonzert.

Die Folgen bei ständigem ja sagen?

  1. Dauerstress und Überlastung
    Du lädst dir immer mehr auf, als realistisch machbar ist. Die To-do-Liste wird länger, die Abende kürzer.
  2. Qualitätsverlust
    Wenn alles gleichzeitig erledigt werden muss, leidet irgendwann das, wofür man eigentlich steht: saubere, gute Arbeit.
  3. Unzufriedene Kunden
    Paradox, aber wahr: Das ständige Ja führt oft zu verspäteten Lieferungen, Fehlern oder halbherzigen Resultaten – und das mögen Kunden gar nicht.
  4. Grenzen verschwimme
    Kunden und Partner lernen: «Der sagt immer Ja da geht noch etwas.» Das Resultat: mehr Druck, mehr Zusatzwünsche, mehr Erwartungen.
  5. Kein Fokus mehr
    Du arbeitest ständig im Reagier-Modus statt im Gestalt-Modus. Die wirklich wichtigen Projekte kommen zu kurz.
  6. Unfaire Arbeitsverteilung im Team
    Als Chef:in nimmst du Dinge auf dich, die delegierbar wären. Das Team wird nicht gestärkt, sondern entlastet dich nie.
  7. Burnout-Gefahr
    Zu viel Ja, zu wenig Luft. Die langfristige Konsequenz.
  8. Verlust der unternehmerischen Steuerung
    Anstatt deine Agenda zu setzen, wird sie dir von anderen gesetzt.

Umsetzung
Trainiere ein freundliches, aber klares Nein. Zum Beispiel: «Gerne, aber nicht mehr heute
«Ich kann das übernehmen, ab nächster Woche haben wir wieder Kapazität.»
«Im Moment leider nein, damit ich die laufenden Arbeiten sauber abschliessen kann

Reflexion
Bei welcher Anfrage wäre ein höfliches Nein für dich und deine Mitarbeitenden die bessere Entscheidung?

Impuls
Wir sehen, was wir sehen wollen. Der Confirmation Bias sorgt dafür, dass wir jene Informationen bevorzugen, die unsere Meinung bestätigen. Alles andere blenden wir aus. Im Alltag eines KMU führt das dazu, dass wir Risiken unterschätzen, Chancen verpassen und Entscheidungen auf wackliger Basis treffen.

Beispiel aus dem KMU-Alltag
Du bist überzeugt, dass dein Produkt top ist. Also hörst du vor allem auf die Kunden, die begeistert sind. Negative Rückmeldungen? Zufall. Einzelmeinung und ja... die nerven dich manchmal.
So bleibt Verbesserungspotenzial unsichtbar.

Hack
Baue aktiv Gegenmeinungen ein. Stell dir vor jeder wichtigen Entscheidung eine kurze Frage:
„Welche Information würde mich zwingen, meine Meinung zu ändern?“
Diese Frage wirkt wie ein Gegenmittel und öffnet plötzlich den Horizont.

Umsetzungsfrage
Wo hast du in dieser Woche eine Entscheidung getroffen, bei der du nur die Bestätigung gesucht hast?

Reflexion
Was würde passieren, wenn du dir bewusst die unpopuläre Meinung anhörst – oder sogar jemanden im Team dazu beauftragst, den „kritischen Blick“ einzubringen?

Impuls
Weihnachten, Weihnachtsessen und da sagt man ja auch was zu den Mitarbeitenden.

160 Stunden (40 Std. Woche) im Monat oder mehr, verbringen unsere Mitarbeitende bei dir im Betrieb. Und ja, eine kleine Rechnung wird dir sagen, erst mit Mitarbeitenden verdienst du Geld, da du dann deine Zeit mulitplizieren kannst.  

Und trotzdem bleibt der Dank im Alltag häufig beiläufig oder zu allgemein. Ein einfaches «Danke für deinen Einsatz» ist gut gemeint, wirkt aber selten. Mitarbeitende fühlen sich dann zwar höflich behandelt, aber nicht wirklich gesehen. Wirksam wird Dank erst, wenn er konkret, beobachtbar und persönlich verankert ist. Er zeigt dem Gegenüber: Ich habe dich wahrgenommen. Ich weiss, was du beigetragen hast. Ich schätze genau das an dir.

Umsetzungsfrage

  1. Sag ein Danke nicht aus Pflichtgefühl, sondern aufgrund bewusstem Hinsehen.
  2. Nimm dir dazu Zeit.
  3. Gehe auf eine konkrete Situation ein.
  4. Nenne deine Beobachtung, das Verhalten der Mitarbeiterin
  5. Sag, weshalb es dir wichtig ist.
  6. Dadurch wird das Dankeschön persönlich und nachvollziehbar

Beispiel: «Danke, Claudia. Mir ist aufgefallen, wie du letzte Woche die Lieferung organisiert hast, obwohl zwei Leute gleichzeitig ausgefallen sind. Du hast nicht nur schnell reagiert, sondern auch dafür gesorgt, dass der Kunde jederzeit informiert war. Genau diese Ruhe und Übersicht machen für uns einen grossen Unterschied. Ich schätze das sehr.»
 

Reflexion
Was denkst du, wie würde sich die Wirkung deiner Führung verändern, wenn Mitarbeitende regelmässig präzisen, ehrlichen Dank erhalten, der nicht aus Pflichtgefühl entsteht, sondern aus bewusstem Hinsehen?

Hast du dir auch schon zum Jahreswechsel Ziele oder Vorsätze gesetzt, die spätestens Ende Februar vergessen sind?

Kann es sein, dass die Fragestellung falsch ist? Nicht «welche Vorsätze setze ich mir.» sondern «Was verändert sich wirklich durch meinen Vorsatz?»

Ein Vorsatz ist ein Moment der Fokussierung. Er schafft ein kurzes Innehalten, in dem sichtbar wird, was du eigentlich willst. Das Entscheidende ist nicht die vollumfängliche Einhaltung, sondern die Richtung, die er setzt. Selbst ein teilweise gelebter Vorsatz verschiebt Prioritäten. Und manchmal reicht genau diese kleine Verschiebung, damit sich du oder dein Unternehmen spürbar weiterentwickelt.

Umsetzungsfrage
Wenn klar ist, dass ein Vorsatz nicht perfekt eingehalten wird: Welche minimale, realistische Veränderung würde trotzdem einen Unterschied machen, selbst wenn du sie nur zu 60 Prozent schaffst?

Reflexion 
Welcher Gedanke für deinen Vorsatz bleibt hängen, wenn der Alltag wieder schneller wird, oder du gleich von Beginn weg wieder in den Schnellzug steigst? Wie kannst du genau diesen einen Gedanken als Erinnerungsanker nutzen, damit er über das Jahr hinweg Wirkung entfaltet?

Impuls
In den letzten 30 Jahren blieb ich nie länger als zwei Wochen der Grafik- und Werbeagentur Himmelblau fern. Heute ist mir bewusst, dass dies ein reines Psychoding war.
Ich dachte, ohne mich wird es Himmelblau nicht mehr geben.

So wurde meine Winterflucht zu einem Selbstversuch. Arbeiten in Marokko. Anderes Licht, andere Geräusche, anderer Rhythmus. Ein bewusster Bruch mit dem Alltag. Und ja, es waren zwei Wochen richtige Ferien, die restlichen vier Wochen arbeitete ich.

Warum das für dich ein Gewinn sein kann

  • Abstand schafft Klarheit. Themen, die zuhause festgefahren wirken, ordnen sich neu.
  • Fokus steigt. Weniger Meetings, weniger Ablenkung, mehr vertieftes Arbeiten.
  • Kreativität profitiert. Neue Eindrücke führen zu neuen Ideen.

Wo die Schwierigkeiten liegen

  • Die Infrastruktur ist nicht auf dem gleichen Level wie bei mir im Büro.  
  • Distanz zum Team. Führung braucht mehr Vertrauen und klare Absprachen.
  • Selbstdisziplin ist zentral. Feriengefühl und Arbeitsmodus liegen nah beieinander.
  • Neuakquise war für mich eher schwierig per Video-Meetings, funktionierte jedoch.

Reflexion
Für mich war dieser Tapetenwechsel etwas ganz Neues. Ich wollte wissen, ob mein Team funktioniert und ob vor allem ob ich das kann. Beides war toll.

Also – wir sehen uns in Marokko :-)

Impuls
Ein gutes Meeting beginnt nicht mit Worten, sondern mit Beobachtung.

Worauf du achten kannst

  • Körpersprache: Haltung, Blickkontakt, Unruhe oder Rückzug.
  • Energie im Raum: Spannung, Interesse oder Müdigkeit.
  • Timing: Wann steigt jemand ein, wann schaltet er ab?

Beachte auch dies hier:

  • Revier und Rolle: Wer führt, wer hört zu, wer entscheidet?
  • Energie und Tempo: Der Kunde, die Kundin gibt den Rhythmus vor.
  • Reaktionen: Der Körper reagiert schneller als die Argumente. So erkennst du Zustimmung oder Ablehnung.

Der Game Changer
Dein Gegenüber ist dein Gast. Verhalte dich bewusst auch so.
Mehr fragen, weniger erklären. Lass auch mal eine Pause zu.

Was dir das bringt

  • Du erkennst, ob dein Gegenüber überzeugt, unsicher oder bereits entschieden ist.
  • Du passt Tempo, Tiefe und Tonalität an.
  • Du vermeidest Widerstand, bevor er ausgesprochen wird.

Reflexion
Beobachtung ist kein Ersatz um einen Auftrag «abzuholen». Sie schafft die Grundlage dazu.

Für mich ist das Vieraugengespräch ein wichtiges Instrument, um Empfehlungen zu geben und zu erhalten. 

Warum?

1. Mehr Empfehlungen durch besseres Wissen.
Je besser ich meine Gesprächspartnerin, mein Gesprächspartner kenne, desto gezielter kann ich ihn empfehlen. Der Nutzen eines 4-Augengespräches liegt im besseren Wissen übereinander. 

Es schafft Klarheit wie man sich gegenseitig ins Gespräch bringen kann. «Wie kann ich dich am besten empfehlen, mit welchen Worten bringe ich dich ins Gespräch?» 

Im Vieraugengespräch kann vereinbart werden, ob und wie man zusammenarbeiten könnte.

2. Allgemeiner Austausch
Wir sind alle Unternehmer und Unternehmerinnen. Tatsache ist, egal was du tust, ob du Landschaftsgärtner oder Immobilienbewirtschafter bist, oftmals sind die Fragen, die dich beschäftigen die selben. Im Austausch können wir uns mental unterstützen.

3. Sichtbarkeit im Chapter erhöhen
In der Engagement-Runde wird berichtet, mit wem ein Vieraugengespräch geführt wurde und was besonders beeindruckt hat. Dadurch werden Stärken hervorgehoben.

Ein Zeitaufwand der sich für mich lohnt

BNI rechnet mit ca. 45 Minuten pro Gespräch und stellt diverse Hilfsmittel für das Erstgespräch und Folgegespräch zur Verfügung. Ebenfalls gibt es einen Workshop zum Thema.

Wer hatte nicht auch schon eine schlaflose Nacht wegen der Firma? 

Fühlst du dich auch manchmal überlastet? Selber habe ich manchmal dieses Gefühl. Darauf folgen die schlaflosen Nächte. Sei es das der Umsatz nicht stimmt oder ein Projekt nicht so funktioniert wie ich es gerne hätte, Personalprobleme, was wiederum Probleme bei Projekte gibt…, aber im Grunde läuft eigentlich immer (zu) viel in meinem Kopf.

Wie kannst du das besser «händeln»? Beispiel Umsatz: 

1: Wähle fixe Zeitfenster

Frag dich: Welche 3 Tätigkeiten bringen dir am meisten Umsatz? 
Beispiele: A-Kundenpflege, Offerten schreiben, Verkaufsgespräche, Projektleitung.
Regel: Diese 3 Dinge bekommen jede Woche fixe Zeitfenster, egal was passiert.

Ich habe mir einen Wochenkalender auf ein A4 Blatt gezeichnet. Montagmorgen ist zum Beispiel Büroarbeit angesagt. Bevor ich dies umsetzte, erledigte ich über die Woche verteilt immer wieder etwas, dafür hatte ich dann weniger Zeit für Kundenprojekte. 

2: Stoppe einen deiner Zeitfresser

Zum Beispiel: zu viele Offerten, zu viele Meetings, zu viele Rückfragen, zu viele Sonderfälle.
Mach daraus eine einfache Regel:

  • Setze dir eine finanzielle Mindestauftragsgrenze (nimm nicht mehr alles an…)
  • Offerten werden nur nach einem Vorgespräch gerechnet
  • In Meetings soll am Ende ein Ergebnis stehen

3: … Weniger ist mehr. Deshalb versuche jetzt nur Punkt 1 und 2 umzusetzen. 

Du schickst eine Offerte raus. Für dich ist sie präsent, beim Gegenüber kann sie eine von vielen sein oder wurde mal auf die Seite gelegt. Wer weiss das schon.  

Und jetzt?

Nachfassen ist eine Dienstleistung. Und wenn du ein Berater-Typ bist, wirst du beim Entscheiden helfen, statt zu drücken. 

Timing

  1. Wenn kein nächster Schritt vereinbart ist: melde dich nach 2–3 Arbeitstagen kurz.
  2. Ist ein Termin der Entscheidung bekannt, dann melde dich am nächsten Arbeitstag nach dem Termin.
  3. Was du auch kannst, dein Nachfassen schon im Schreiben hinzufügen, wenn du das Angebot schickst.

Vorgehen

Das Ziel ist, dich in Erinnerung zu rufen. 

  1. Drei Fragen reichen schon. Alles gut angekommen?
  2. Brauchen Sie noch etwas für die Entscheidungsfinden? (Oder, haben Sie noch Fragen?)
  3. Wissen Sie schon wann der Entscheid vorliegt? 

Viel Erfolg.

Impuls
Preisdruck entsteht oft dort, wo der Unterschied nicht sichtbar ist. Wenn dein Angebot austauschbar wirkt, vergleichen Kundinnen und Kunden nur noch den Preis. Wer Wert verkaufen will, muss den Fokus verschieben: weg von der Leistung, hin zum Ergebnis. Nicht «was wir machen», sondern «was es beim Kunden verbessert». Dazu hilft eine einfache Angebotsstruktur: Basis, Standard, Premium. So wird nicht mehr «billig oder teuer» verglichen, sondern «was passt zu mir».

Umsetzungsfrage:
Welche konkrete Verbesserung erreichen deine Kundinnen und Kunden durch dein Angebot, und steht genau das als erster Satz in deinem Angebot?

Reflexion:
Wo erklärst du heute noch zu viel, was du tust, und zu wenig, warum es für den Kunden einen Unterschied macht?

Impuls

Wie ist das bei dir? Du hast einen Neukunden, der erste Auftrag ist abgeschlossen. Gehst du jetzt weiter zum nächsten Kunden oder fragst du dich, was könnte der zweite Auftrag sein? 

Der erste Auftrag kann durch Zufall, Preis, Empfehlung oder einen akuten Bedarf entstehen. Der zweite Auftrag ist etwas anderes. Er ist ein Vertrauensbeweis. Er zeigt: Die Zusammenarbeit war gut, der Preis stimmte, menschlich war es auch angenehm.

Die Kundenbindung beginnt nicht vor einem Auftrag, sondern danach. Wer sich nach Projektabschluss nochmals meldet, nachfragt oder gar mitdenkt bleibt präsent. 

Umsetzungsfrage:
Was tust du wenn ein Auftrag abgeschlossen ist, damit aus einer Kundin oder einem Kunden ein wiederkehrender Auftrag wird?

Reflexion:
Vielleicht beginnt nachhaltiges Wachstum nicht mit mehr Neukunden, sondern mit einer besseren Betreuung nach dem ersten Ja. Mit der Betreuung von bestehenden Kunden. 

 

Impuls
Wie reagierst du, wenn sich ein Kunde oder eine Kundin beschwert? Eher innerlich genervt oder eher aufmerksam?

Eine Reklamation ist unangenehm. Niemand freut sich darüber. Aber sie hat auch etwas Wertvolles: Jemand meldet sich bei dir. Oder hast du lieber diejenigen, die nichts sagen, innerlich abschliessen und einfach nicht mehr zurückkommen. 

Wer reklamiert, gibt dir nochmals eine Chance. Nicht nur, um einen Fehler zu korrigieren, sondern um Vertrauen zurückzugewinnen. Genau darum sind Reklamationen oft verdeckte Beratungsgespräche. Es geht nicht nur um das Problem selbst. Es geht auch darum, wie du zuhörst, wie ernst du etwas nimmst und wie du mit Druck umgehst.

Oft entscheidet also nicht der Fehler über die Zukunft einer Kundenbeziehung, sondern die Reaktion darauf. Wer verteidigt, erklärt oder beschönigt, verliert schnell. Wer zuhört, Verantwortung übernimmt und ehrlich reagiert, kann aus Ärger wieder Vertrauen machen.

Umsetzungsfrage:
Was tust du ganz konkret, wenn eine Reklamation kommt, damit sich ein Kunde oder eine Kundin nicht nur ernst genommen, sondern am Ende wieder gut aufgehoben fühlt?

Reflexion:
Fehler können passieren und sie ärgern mich auch selbst. Vor allem dann, wenn sie durch Mitarbeitende entstehen und ich am Ende dafür geradestehen muss. Vertrauen entsteht dort, wo du Probleme nicht abwehrst, sondern sauber löst.

Impuls
Stell dir vor, du besucht ein anderes Chapter oder einen Workshop. Kommst rein und… kennst niemanden. Kommt dazu, dass der Besucherdienst nicht funktioniert. 

Wie ist das bei dir, wenn du an einen Anlass kommst und niemanden kennst? Oder noch schwieriger: Wenn die anderen schon in kleinen Gruppen zusammenstehen?

Viele denken, sie bräuchten in so einem Moment einen besonders guten Einstieg. Einen lockeren Spruch, eine clevere Frage oder gerade den perfekten ersten Satz. Ich denke, in solchen Situationen geht es nicht darum, sofort interessant zu wirken. Es geht zuerst einmal darum, überhaupt in Kontakt zu kommen. Und dafür braucht es eigentlich gar nicht viel.

Oft reicht ein freundliches: Tschou zäme, darf ich kurz zu euch stehen? Oder … ich kenne hier noch fast niemanden, oder ganz schlicht: Guten Abend miteinander, ich bin der Hans Lang von der Firma Lang & Hans… darf ich kurz zu euch stehen? 

Umsetzungsfrage:
Wie könntest du dich beim nächsten Anlass in eine bestehende Gruppe einbringen?  

Reflexion:
Tatsächlich beginnt ein Gespräch nicht mit dem perfekten Satz, sondern mit dem Mut, überhaupt den ersten Schritt zu machen… und den wünsche ich dir und mir. 

Es gibt zahlreiche prominente Beispiele für Unternehmen, die trotz anfänglicher Marktführerschaft aufgrund strategischer Fehlentscheidungen, der Ignorierung von Markttrends oder mangelnder Anpassungsfähigkeit untergegangen sind oder massiv an Bedeutung verloren haben. 

Hier sind einige der bekanntesten Beispiele:

  • Kodak (Digitale Disruption ignoriert): Kodak erfand 1975 die erste Digitalkamera, entschied sich jedoch, diese Technologie nicht weiterzuverfolgen, um das eigene, hochprofitable Filmgeschäft nicht zu gefährden. Diese Strategie des Festhaltens am analogen Markt führte dazu, dass Kodak den Anschluss an die digitale Fotografie verpasste und 2012 Insolvenz anmelden musste.
  • Nokia (Wandel verpasst): Als langjähriger Marktführer bei Mobiltelefonen erkannte Nokia den Trend zum Smartphone und die Bedeutung von Software (Apps, Betriebssysteme) gegenüber Hardware zu spät. Das Festhalten an der eigenen Plattform "Symbian" und die zu späte Reaktion auf iPhone und Android besiegelten den Absturz.
  • Quelle Karstadt (Verspäteter Online-Handel): Die klassischen deutschen Versandhäuser haben den Übergang vom Kataloggeschäft zum E-Commerce zu langsam vollzogen und die strategische Neuausrichtung hin zum Internet-Handel verpasst.
  • In der Schweiz z.B.Paillard (Saint Croix), umbenannt dann in «Hermes Precisa International SA, mit Qualitätsprodukten, wie 
     
    • Hermes Baby (Schreibmaschine)
    • Bolex (Fotokamera)
    • Thorens (Plattenspieler)
    • Precisa (Rechenmaschine)

Auch Paillard bzw. Hermes Precisa hat die Digitalisierung verpasst.

  • In der Region: Die vom Winde verwehte Papierindustrie (Papierfabrick Biberist, Papierfabrik Utzenstorf, Cellulose Attisholz) oder Aebi Burgdorf.

Konklusion:

Man kann den Wind nicht ändern, aber die Segel richtig setzen (Aristoteles)

Man kann die äusseren Umstände nicht ändern, aber die eigene Reaktion und die Einstellung dazu anpassen. 

Dieses Sprichwort von Aristoteles ist ein Aufruf zu

  • Eigenverantwortung
  • Aktivem Handeln
  • Statt zu jammern, ist es besser, aktiv und lösungsorientiert zu handeln.

Wenn sich die Bedingungen ändern, müssen rechtzeitig die Strategien angepasst werden. 

(Jürg E.) 

Impuls
Früher konnte man Phishing-Mails oft gut erkennen: schlechtes Deutsch, komische Links, seltsamer Ton.

Heute ist das anders.

KI erstellt in Sekunden überzeugende Betrugsnachrichten. In gutem Deutsch, in Schweizerdeutsch, sogar im Ton einer bekannten Person. Mails wirken plötzlich echt. 

Auch Anrufe oder Sprachnachrichten können täuschend glaubwürdig sein, weil Voice-Cloning nur wenig Audiomaterial braucht.

Darum gilt heute:
Prüfe eine Nachricht nicht nur dann, wenn sie verdächtig wirkt.
Prüfe sie auch dann, wenn sie vertrauenswürdig erscheint.

Das ist wohl die wichtigste Veränderung.

Drei Sofort-Massnahmen:

  1. Klick? Nein: URL selbst in den Browser eingeben. 
  2. Unerwarteter Anhang? Nicht öffnen, auch wenn der Absender stimmt.
  3. Dringender Anruf mit Zahlungsanforderung: Nicht abnehmen, Nummer heraussuchen und anrufen. 

Reflexion:
Nicht das schlechte Deutsch ist heute das Warnsignal.
Sondern oft gerade die Glaubwürdigkeit.

Quelle: Cyon / Blogbeitrag

Impuls
Wie ist das bei dir? Wenn du viel zu tun hast, ist das für dich automatisch ein gutes Zeichen?

Eine volle Auslastung hört sich zuerst einmal positiv an. Die Agenda ist voll, das Telefon läuft, Offerten sind draussen, Aufträge kommen rein. Von aussen sieht das nach Erfolg aus.

Aber viel zu tun ist nicht automatisch gut. Denn Arbeit allein ist noch kein Fortschritt. Wenn zu viele Aufträge gleichzeitig laufen, leidet oft genau das, was eigentlich stark sein sollte: die Qualität, die Ruhe, der Fokus und manchmal auch die Marge.

Man ist ständig am Reagieren, verschiebt, entschuldigt sich, springt hin und her und am Abend hat man das Gefühl, den ganzen Tag gearbeitet zu haben, aber das Wichtige blieb trotzdem liegen.

Die eigentliche Frage ist also nicht nur: Habe ich genug zu tun? Sondern: Arbeite ich an den richtigen Aufträgen, in der richtigen Reihenfolge und zu Bedingungen, die meinem Unternehmen guttun?

Denn Wachstum zeigt sich nicht nur an der Menge der Arbeit, sondern auch daran, wie gut sie organisiert, umgesetzt und verdient ist.

Umsetzungsfrage:
Wo hast du im Moment zwar viel Arbeit, aber zu wenig Luft, Struktur oder Ertrag?

Reflexion:
Viel zu tun kann beruhigen. Aber nicht jede Auslastung ist ein Gewinn.

Was sind deine Bedürfnisse in der Kommunikation?


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